Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sunrise-microsoft-zahlt-ueber-100-millionen-dollar-fuer-kalender-app-1502-112159.html    Veröffentlicht: 05.02.2015 07:30    Kurz-URL: https://glm.io/112159

Sunrise

Microsoft zahlt über 100 Millionen Dollar für Kalender-App

Microsoft kauft das zweite Mal innerhalb weniger Monate eine Kalender-App. Diesmal wird laut Medienberichten Sunrise Teil des Konzerns.

Microsoft hat laut Medienberichten den Hersteller der Kalender-App Sunrise gekauft. Wie das Onlinemagazin Techcrunch berichtet, liegt der Kaufpreis für die kostenlose App bei über 100 Millionen US-Dollar. Auch die australische Tageszeitung The Age informierte unter Berufung auf Unternehmensquellen über die Übernahme.

Die App ist für iPhone, iPad und Android verfügbar, auch ein Webclient ist im Angebot. Nach Angaben des Herstellers ist die Software kompatibel mit Google Calendar, Exchange und iCloud. Bei Reisen sollen die Termine automatisch an die Zeitzonen angepasst werden. Facebook-Veranstaltungen und Geburtstage können angezeigt werden. Google Maps ist für die Anfahrtsplanung eingebunden. LinkedIn-Gesichter und -Profile werden in den Kontakten angezeigt.

Sunrise wurde im Jahr 2012 gegründet und bekam Risikokapital in Höhe von 8,2 Millionen US-Dollar von Investoren wie Balderton Capital, Resolute.vc, Nextview Ventures, Lerer Ventures, SV Angel, Boxgroup und 500 Startups.

Microsoft investiert verstärkt in mobile Apps

Erst im Dezember 2014 kaufte Microsoft den Hersteller der E-Mail-App für iOS und Android, Acompli. Zu den finanziellen Konditionen wurden keine Angaben gemacht. Nach Informationen des Onlinemagazins Recode lag der Kaufpreis bei mehr als 200 Millionen US-Dollar.

Acompli ist für seine schnelle Verbindung zu den Mailservern von Microsoft und Google bekannt. Das Unternehmen wurde von erfahrenen Experten von Zimbra und VMware gegründet.

Das Produkt ist erst seit 18 Monaten auf dem Markt und soll E-Mails besser sortieren und den Kalender mit Karten verbinden können. Es wurde in aktuelle Outlook-Apps für Android und iOS integriert und in der vergangenen Woche herausgegeben.  (asa)


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