Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/eero-besserer-wlan-empfang-durch-verknuepfte-router-1502-112124.html    Veröffentlicht: 03.02.2015 16:39    Kurz-URL: https://glm.io/112124

Eero

Besserer WLAN-Empfang durch verknüpfte Router

Mit Eero soll es mit Funklöchern und langsamen Verbindungen bei heimischen WLAN-Netzwerken vorbei sein: Die kleinen Boxen bilden ein eigenes Mesh-Netzwerk und fungieren gleichzeitig als Router und Repeater.

Der Netzwerk-Router Eero soll die Qualität von WLAN-Netzwerken in Wohnungen und Häusern verbessern. Die kleine, weiße Box des gleichnamigen Herstellers kann zwar wie ein herkömmlicher Router genutzt werden, seine volle Funktionalität entfaltet Eero aber, wenn sich mehrere Boxen zusammenschließen.

An unterschiedlichen Punkten einer Wohnung verteilt, verbinden sich die Eero-Boxen untereinander und bilden ein eigenes Mesh-Netzwerk. Diejenige Eero-Box, die mit dem Netzwerkkabel verbunden ist, verteilt das Signal an die weiteren Boxen. Die Idee dahinter ist, dass eventuelle Störfaktoren vom Eero-Netzwerk erkannt werden und eine andere Box als Netzwerkzugang verwendet werden kann.



Dadurch soll der Nutzer je nach Anzahl der installierten Eeros ein besseres und schnelleres Netzwerk erhalten als nur mit einem Router. Das Eero-Netzwerk soll zudem stabiler als ein mit Repeatern erweitertes Netz sein, da diese meist nur eine Frequenz verwenden. Ist diese gestört, kann Eero auf eine zweite wechseln: Als Netzwerk-Standard verwenden die Router 802.11a/b/g/n und ac, also die Frequenzen 2,4 und 5 GHz.

Unterschiedlich viele Eeros je nach Wohnungsgröße

Je nach Größe der Wohnung sind unterschiedlich viele Eeros sinnvoll: Bis zu zehn Eeros können zu einem Netz verbunden werden. Der Hersteller empfiehlt zwei Eeros für ein kleines Appartement, drei Eeros für eine größere Wohnung. Die Installation soll sehr einfach sein: Nachdem die Eeros an den Strom angeschlossen wurden und der Haupt-Eero zusätzlich an das Netzwerk, erfolgt die weitere Konfiguration per App auf einem Android-Smartphone oder einem iPhone.

Dafür werden für das neu gebildete Netzwerk einfach ein Name und ein Passwort vergeben. Sollten Gäste sich in das Netzwerk einloggen wollen, müssen keine Passwörter verraten werden: Der Besuch kann einfach mit der Eero-App eingeladen werden. Über die App können zudem Informationen über das Netzwerk abgerufen werden - etwa zu Geschwindigkeiten, Interferenzen durch benachbarte Netzwerke und ein wöchentlicher Sicherheitsbericht. Das Eero-Netzwerk führt automatisch Überprüfungen auf Fehler durch und sucht nach neuer Firmware.

Ab 125 US-Dollar vorbestellbar

Eine Eero-Box misst 121 x 121 mm, an der dicksten Stelle ist der kleine Kasten 33 mm dick. Eero kann in den USA bereits vorbestellt werden, eine einzelne Box kostet 125 US-Dollar, ein Dreier-Set 300 US-Dollar. Bei beiden Optionen kommen noch Versandkosten und Steuern hinzu. Aktuell gibt es Eero noch nicht außerhalb Nordamerikas, dies soll sich jedoch laut den Machern ändern.  (tk)


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