Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/telef-nica-deutschland-massiver-stellenabbau-bei-o2-und-e-plus-kommt-1502-112116.html    Veröffentlicht: 03.02.2015 12:36    Kurz-URL: https://glm.io/112116

Telefónica Deutschland

Massiver Stellenabbau bei O2 und E-Plus kommt

Konzernführung und Betriebsrat bei O2 und E-Plus haben sich auf den Abbau von 1.600 Stellen geeinigt. Es soll aber Abfindungen geben.

Der Vorstand der Telefónica Deutschland (O2) hat sich mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan für den Abbau von Stellen nach der Übernahme von E-Plus geeinigt. Das gab der Telekommunikationskonzern am 3. Februar 2015 bekannt. Danach werden wie bereits angekündigt 1.600 der insgesamt rund 9.100 Vollzeitstellen abgebaut. Den Betroffenen wird ab sofort eine Abfindung angeboten. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, sind aber nicht ausgeschlossen.

Imke Blumenthal, Konzernbetriebsratsvorsitzende von Telefónica Deutschland, sagte, sie habe den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestalten wollen und "qualitativ hochwertige Regelungen" sowie die bestmögliche Sicherheit für bestehende Arbeitsplätze erreichen wollen. "Dies ist uns in sehr intensiven, letztlich aber erfolgreichen Verhandlungen gelungen."

Etwa die Hälfte der geplanten Stellenstreichungen soll noch im laufenden Jahr umgesetzt werden. Telefónica Deutschland gibt zudem für die aktuellen Standorte eine Bestandsgarantie bis mindestens Ende 2015. Über diesen Zeitpunkt hinaus würden die Hauptniederlassungen in München, Düsseldorf und Hamburg wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt auch langfristig eine zentrale Rolle im Unternehmensverbund spielen.

Betroffen von dem Abbau sind laut einem früheren Bericht besonders die Standorte Düsseldorf und München. Größter Standort des Unternehmens ist die Zentrale in München mit derzeit rund 2.600 Mitarbeitern. In Düsseldorf, dem E-Plus-Standort, arbeiten rund 1.000 Menschen, in Hamburg 700.

Zusätzlich fallen offenbar Jobs durch technische Veränderungen weg - unter anderem durch die geringere Nutzung von Telekommunikationsangeboten wie SMS.  (asa)


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