Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bastelrechner-das-rasperry-pi-2-hat-viermal-mehr-wumms-1502-112084.html    Veröffentlicht: 02.02.2015 09:15    Kurz-URL: https://glm.io/112084

Bastelrechner

Das Raspberry Pi 2 hat viermal mehr Wumms

Gleich vier Kerne statt nur einen hat das neue Raspberry Pi 2 und kostet nur 35 US-Dollar. Der Grafikkern und der Formfaktor bleiben aber gleich.

Das Raspberry Pi hat ein neues SoC mit vier statt mit nur einem Kern. Auch der Arbeitsspeicher wurde aufgestockt. Ansonsten ist die Platine fast baugleich mit dem Raspberry Pi B+: Die Platine ist genauso groß und auch der Grafikkern ist mit dem der Vorgänger identisch. Unter dem Namen Raspberry Pi 2 ist die kräftigere Variante erschienen, sie soll 35 US-Dollar kosten.

Das neue SoC trägt den Namen BCM2836, mit einem Zähler Unterschied zu dem Vorgänger BCM2835. Spezifikationen hat der Hersteller Broadcom noch nicht veröffentlicht. Bekannt ist jedoch, dass die vier Kerne auf ARMs Cortex A7 basieren und mit bis zu 900 MHz getaktet werden können. Der bisherige einzelne Kern konnte mit bis zu 700 MHz getaktet werden. Der Grafikchip ist wie bisher ein Videocore IV, für den es inzwischen auch einen freien Treiber gibt. Der Arbeitsspeicher wurde von 512 MByte auf dem Raspberry Pi B+ auf 1 GByte aufgestockt. Die zusätzliche Rechenleistung soll beispielsweise Anwendungen zugutekommen, die OpenCV verwenden, sagte der Vorsitzende der Raspberry Pi Foundation Eben Upton The Register.

Ansonsten ist das Raspberry Pi 2 mit dem B+ identisch. Es gibt die erweiterte GPIO-Schnittstelle und vier USB-2.0-Ports. Über einen 100-MBit-Ethernet-Port lässt sich der Minirechner mit dem Netzwerk verbinden. Für die Grafikausgabe sorgt eine HDMI-Schnittstelle, das Betriebssystem muss auf einer Micro-SD-Karte untergebracht werden. Hinweise auf das Raspberry Pi 2 gibt es bereits in den Release Notes der Debian-basierten Linux-Distribution Raspian.

Das Raspberry Pi 2 soll ab sofort erhältlich sein. Upton verspricht, dass bereits 100.000 Stück fertig sind und weitere bereits produziert werden. Die kostengünstigeren Versionen B+ und sogar das Modell A sollen aber weiterhin zur Verfügung stehen.  (jt)


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