Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/yanis-varoufakis-griechischer-finanzminister-hat-fuer-valve-gearbeitet-1501-111980.html    Veröffentlicht: 28.01.2015 07:19    Kurz-URL: https://glm.io/111980

Yanis Varoufakis

Griechischer Finanzminister hat für Valve gearbeitet

Yanis Varoufakis ist der zweitmächtigste Politiker in der neuen Regierung von Griechenland. Zuvor hat er Valve unter anderem bei der Analyse von Preisen auf Steam beraten - nachdem ihn Valve-Chef Gabe Newell wegen des Streits zwischen Griechen und Deutschen angesprochen hatte.

Der Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis ist neuer griechischer Finanzminister und damit der zweitwichtigste Politiker im Kabinett nach Regierungschef Alexis Tsipras. Und er hat beste Beziehungen in die Spielebranche: Obwohl Varoufakis von sich selbst sagt, dass er alles andere als ein Gamer sei, hat er als Berater eine Zeit lang für Valve Software gearbeitet. In dieser Funktion hat er dem Unternehmen unter anderem bei der Analyse unterschiedlicher Preise für das gleiche Produkt auf Steam geholfen.

Varoufakis ist Autor mehrerer Bücher über Spieltheorie. Ab 2012 hat er in einem zu Valve gehörenden Blog über seine Tätigkeit für die Firma und deren Beginn geschrieben. Nach seinen Angaben hatte Valve-Chef Gabe Newell einige Aufsätze des Wissenschaftlers gelesen. Beim Nachdenken über ökonomische Probleme sei Newell aufgefallen, dass einige Elemente über Geldflüsse an den Streit zwischen Griechenland und Deutschland erinnerten, über die er zuvor bei Varoufakis gelesen hatte.

Daraufhin habe Newell eine Mail an Varoufakis geschrieben, der sich dann persönlich vorgestellt und ab März 2012 einige Monate für Valve gearbeitet habe. Dort hat er sich unter anderem damit beschäftigt, welche Auswirkungen unterschiedliche Arten der Preisgestaltung, aber auch Geschenke und Tauschangebote bei Team Fortress 2 auf die Community hätten.

In einem längeren Aufsatz in seinem Blog geht Varoufakis auch darauf ein, welche Bedeutung die seiner Meinung nach radikal hierarchiefreie Unternehmenskultur von Valve für den Unternehmenserfolg habe. Nach seiner Darstellung funktioniert das Modell deshalb so gut, weil Valve sich bei der Auswahl seiner Mitarbeiter den Luxus erlauben könne, nur Menschen mit starker Selbstmotivation einzustellen.  (ps)


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