Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/prozessor-amds-zen-soll-acht-kerne-in-14-nm-technik-bieten-1501-111962.html    Veröffentlicht: 27.01.2015 13:25    Kurz-URL: https://glm.io/111962

Prozessor

AMDs Zen soll acht Kerne in 14-nm-Technik bieten

Wieder Kerne statt Module: AMDs neue CPU-Architektur Zen arbeitet angeblich mit acht Recheneinheiten sowie DDR4-Speicher, und auf Zen basierende Chips sollen sparsamer sein als die aktuellen FX. Bis AMDs neue Prozessoren verfügbar sind, dauert es aber noch Monate.

Einem Bericht der üblicherweise sehr gut informierten Sweclockers zufolge soll die auf der Zen-Architektur basierende Prozessorfamilie Summit Ridge heißen. AMDs aktuelle FX-Modelle mit Piledriver-Technik nennt der Hersteller Vishera, diese nutzen jedoch Module (CMT) - Summit Ridge soll wieder auf klassische Kerne setzen. Zudem integriert AMD eine moderne PCIe-3.0-Anbindung und einen DDR4-Speichercontroller in die Chips.

AMD hatte bereits angekündigt, sich mit Zen vom modulbasierten Ansatz der Bulldozer-Architektur zu verabschieden. Beim Core Multithreading (CMT) teilen sich unter anderem zwei Integer-Cluster eine Gleitkomma-Einheit, beim Chip Level Multiprocessing (CMP) sind hingegen alle Funktionsblöcke einmal pro Kern vorhanden. AMD möchte durch den Wechsel von CMT auf CMP vor allem die Geschwindigkeit auf einem Kern steigern. Da insgesamt acht vorhanden sein sollen, dürfte aber auch die Multithreading-Leistung hoch sein.

Taktraten oder Architekturdetails liegen nicht vor, Sweclockers nennt jedoch eine TDP von bis zu 95 Watt. AMDs aktuelle FX-Prozessoren sind mit 95 bis 220 Watt spezifiziert und arbeiten vergleichsweise ineffizient, was auch am veralteten 32-nm-Prozess von Auftragsfertiger Global Foundries liegt. Die Summit-Ridge-Modelle hingegen soll AMD im 14-nm-FinFET-Verfahren produzieren lassen, das Samsung gemeinsam mit Global Foundries entwickelt hat und das auch von Apple verwendet wird.

Der integrierte Speichercontroller von Zen soll mit DDR4 arbeiten, wahrscheinlich wird er zwei Kanäle bieten. Ebenfalls mit im Prozessor sitzt der Root-Controller, der endlich auch PCIe-3.0-Lanes bietet. Damit ist eine deutlich schnellere Anbindung von Grafikkarten oder SSDs möglich als mit PCIe-2.0-Bahnen. Die neue Southbridge soll Promontory heißen, wir tippen auf USB-3.0- und M.2-SSD-Unterstützung.

Wenig überraschend passen die Summit-Ridge-Modelle weder in den Sockel AM3+ noch in den Sockel FM2+. Die Sweclockers nennen für Zen die neue Fassung FM3, als wohl einen Sockel statt ein verlöteten BGA-Package. Bis zur Veröffentlichung der Summit-Ridge-Modelle dürfte sich das klären, angeblich ist es erst im Herbst 2016 soweit. Bis dahin wird das Team rund um Apples ehemaligen Prozessorarchitekten Jim Keller, der entscheidend am Erfolg des Athlon XP und Athlon 64 beteiligt war, Zen weiter optimieren.  (ms)


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