Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/snappy-ubuntu-core-fuer-internet-of-things-und-bastlerplatinen-1501-111847.html    Veröffentlicht: 21.01.2015 16:14    Kurz-URL: https://glm.io/111847

Snappy

Ubuntu Core für Internet of Things und Bastlerplatinen

Mit dem minimalen Betriebssystem Ubuntu Core und der Paketverwaltung Snappy soll die Linux-Distribution auch für Internet of Things genutzt werden. Dafür arbeitet Canonical mit Hardware-Partnern zusammen.

Die erst vor einem Monat vorgestellte minimale Linux-Distribution Ubuntu Core eignet sich nicht nur für den Einsatz mit Docker in Rechenzentren, sondern auch für jedwede Art von smarten Geräten, die meist unter dem Namen Internet of Things zusammengefasst werden. Die spezielle Herangehensweise des Systems solle dabei die Konsistenz der Software über Geräte hinweg sowie auch deren Sicherheit gewährleisten, wie Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth in seinem Blog schreibt.

Die meisten der Geräte liefen zwar bereits auf Linux, jedoch mit einer stark fragmentierten und unsicheren Variante der freien Software. Schließlich hätten sie meist eine spezielle Firmware, in der das Betriebssystem, Treiber sowie spezifische Software zusammengeworfen würden. Darüber hinaus werde diese Firmware fast nie aktualisiert. Ubuntu Core könne dabei Abhife schaffen.

Immerhin verwendeten die Geräte damit überall die gleiche Basis und dank dem Werkzeug Snappy werde die Aktualisierung gegenüber dem sonst üblichen Weg über Pakete mit ihren Abhängigkeiten deutlich vereinfacht. In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Herstellern steht das System nun für verschiedene Boards und Chipsätze bereit. Die tatsächliche Unterstützung der einzelnen Geräte geschieht mit Hilfe einer Abstraktionsschicht, in welcher die spezifischen Kernel eingebettet sind.

Für Konsistenz sorgt ebenfalls eine Geräteverwaltung, auf die über das Web zugegriffen werden kann. Diese steuert unter anderem den ersten Start des Gerätes sowie den Zugriff auf den Appstore. Die angebotenen Images für Cloud-Lösungen und die Geräte sollen kompatibel zueinander sein, was die Entwicklung vereinfachen kann. Eine Beispiel-Anleitung zur Installation auf dem Beaglebone Black sowie eine Liste aller Partner finden sich auf der Ubuntu-Webseite.  (sg)


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