Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apu-neues-zu-kaveri-und-kein-carrizo-fuer-klassische-desktops-1501-111677.html    Veröffentlicht: 14.01.2015 11:39    Kurz-URL: https://glm.io/111677

A8-7650K

Neues zu Kaveri und kein Carrizo für klassische Desktops

AMD erweitert das Kaveri-Angebot um den A8-7650K und den A68H-Chip für Desktopsysteme, die Carrizo genannte Nachfolgegeneration erscheint nur für Notebooks sowie AiO-Rechner.

AMD hat den neuen Kaveri-Chip A8-7650K und einen weiteren Fusion Controller Hub namens A68H vorgestellt. Die 105 US-Dollar teure Kaveri-APU richtet sich an Nutzer, die viel Leistung für wenig Geld kaufen möchten, der Chipsatz soll günstige Mainboards mit Sockel FM2+ und guter Ausstattung ermöglichen. Das Aufrüsten auf den Nachfolger wird nicht möglich sein.

Technisch entspricht der A8-7650K nahezu den bereits verfügbaren A8-7700K: Der Chip bietet zwei Steamroller-Module mit vier Integer-Kernen mit bis zu 3,7 statt bis zu 3,8 GHz. Die im Prozessor integrierte R7-Radeon-Grafikeinheit taktet ihre 384 Shader-Einheiten je nach Auslastung mit maximal 720 MHz, ihre Daten erhält sie über den DDR-2133-Speicher. Der neue A68H stellt eine abgespeckte Version des A78 dar, er bietet nur zwei USB-3.0- und vier Sata-6-GBit/s-Anschlüsse. Erste A68H-Boards kosten unter 50 Euro.

Der Nachfolger von Kaveri wird Carrizo, AMD aber konzentriert sich bei diesem Chip auf das mobile Segment. Der Hersteller kündigte Carrizo bisher nur als 15- bis 35-Watt-Version für Notebooks und All-in-One-Rechner an. Der Prozessor wird mit einem BGA-Package verlötet, eine gesockelte Variante sieht AMD den offiziellen Roadmaps zufolge nicht vor, da diese nur bis 2014 reichen.

Im Gespräch mit Golem.de wollte AMD zwar eine Version für den Sockel FM2+ nicht explizit verneinen. Carrizo ist jedoch bisher nur als BGA-Chip geplant, zudem handelt es sich um ein System-on-a-Chip mit integrierten Southbridge-Funktionen. Auch mit einem UEFI-Update wäre der Prozessor mit aktuellen FM2+-Boards schlichtweg nicht kompatibel.

Wir sind gespannt, ob AMDs Partner stattdessen Platinen mit aufgelöteten Carrizo-SoCs für Endkunden veröffentlichen werden. Sollte dies nicht der Fall sein, bliebe Käufern nur Kaveri oder die alte AM3+-Plattform als Alternative, bis die neuen Zen-Modelle und Project Skybridge erscheinen.  (ms)


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