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XPS 15 und Alienware 15

Dell erweitert zwei 15,6-Zoll-Notebooks mit 4K-Displays

Dell bietet für zwei seiner Notebooks mit mittelgroßem Display nun eine 4K-Option an. Das eine System ist für reguläre Anwendungen gedacht und sehr teuer. Das andere ist deutlich günstiger und braucht zum Spielen mit 3.840 x 2.160 Pixeln eigentlich eine Erweiterung.

4K-Displays sind bald eine Option für gleich zwei Notebookserien von Dell. In der Alienware-Serie ist das neue Alienware 15 eines der Geräte, die Dell nun mit einer 4K-Option ausgeliefert. Mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln ist der Anspruch an die Grafikhardware jedoch extrem. Selbst die integrierten Maximallösungen Geforce GTX980M oder Radeon HD R9 M295X dürften nicht schnell genug sein, um damit moderne Spiele zu spielen. Deswegen empfiehlt Dell Spielern die externe Grafikbox Graphics Amplifier, die schon länger verfügbar ist. Dells Konzept ähnelt AMDs alter XGP-Technik, die wir Anfang 2009 mit Fujitsus Amilo Graphics Booster getestet haben, nutzt aber USB 3.0 als Verbindung und ist deutlich voluminöser.

Beim kurzen Begutachten des Displays fiel auf, dass die Auflösung für native Nutzung zu fein ist. Dell zeigte zu Demonstrationszwecken eine Anwendung ohne Skalierung. Mit einer so feinen Auflösung lässt sich Text nur noch mit Mühe lesen. Bei feinen Schiebereglern, die das Auge nicht konzentriert erfassen muss, ist die hohe Auflösung aber angenehm. Ein Spiel zeigte Dell leider nicht. Treppeneffekte dürften ohne Anti-Aliasing durchaus sichtbar sein. Für Flugsimulationen wäre so ein Display ideal. Allerdings ist bereits Staub gröber als die Displaydarstellung, so dass sich der regelmäßige Griff zum Putztuch für den Spieler lohnt.

4K-Display mit hohen Helligkeitswerten

Die Helligkeit des Alienware-Displays wird mit 350 Candela pro Quadratmeter angegeben, was für das spiegelnde Display ausreichend ist. Das System selbst wird wie üblich in verschiedenen Konfigurationen verfügbar sein. Wer auf Intels aktuelle Broadwell-CPU (5. Generation) hofft, wird enttäuscht, da Intel die entsprechend schnellen CPUs noch nicht anbietet. Stattdessen setzt Dell im Alienware 15 auf Haswell. So gibt es in einer Review-Konfiguration etwa einen Core i7-4710HQ mit vier Kernen und einer maximalen Taktrate per Turboboost von 3,5 GHz. Der Arbeitsspeicher kann mit maximal 16 GByte bestückt werden, und in das Gehäuse kann sowohl eine PCIe-SSD (m.2) als auch parallel ein herkömmliches 2,5-Zoll-Laufwerk per SATA gesteckt werden.

Mehr für das Arbeiten ist das XPS 15 gedacht, das ebenfalls noch nicht mit Broadwell-CPUs bestückt ist. Auch hier bietet das Display 3.840 x 2.160 Pixel und ist zudem als Touchscreen ausgeführt. Die Helligkeit ist mit 400 cd/qm etwas höher. Auch bei diesem Modell ist ein Quadcore-Haswell möglich. Eine dedizierte Grafik ist in Form einer Geforce GT750M mit 2 GByte Grafikspeicher als Option bestellbar.

Interessant ist bei dem XPS die Akkulaufzeit. Die ist abhängig von der Festspeicherausstattung. Wer ein SSD-Modell wählt, kann beispielsweise einen 91-Wattstunden-Akku nutzen. Die Festplattenvariante bietet nur 61 Wattstunden. Die Festplatte nachträglich für einen größeren Akku zu opfern, geht übrigens laut Datenblatt nicht.

Dells 4K-Notebook für Spieler ist billiger als das XPS

Bei den 4K-Ausführungen der Notebooks handelt es sich jeweils um Topmodelle, die preislich deutlich über den schwächer ausgestatteten Geräten liegen. Der Preis liegt für das 15,6-Zoll XPS-Modell beispielsweise in den USA bei 2.349 US-Dollar. Dazu muss der Anwender noch das Mehrwertsteueräquivalent der jeweiligen US-Bundesstaaten hinzurechnen. Interessanterweise ist das Alienware 15 im Vergleich günstig. Die Einstiegskonfiguration kostet hier 1.199 US-Dollar - freilich ohne 4K-Display. Der Aufpreis von Full-HD auf 4K beträgt allerdings nur bei 200 US-Dollar.

Sowohl das neue XPS 15 mit 4K-Display soll in Kürze in den USA verfügbar sein. Für das Alienware 15 nennt Dell bei jetziger Bestellung als Auslieferungsdatum Anfang Februar. Einen Termin für Europa gibt es noch nicht.  (ase)


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