Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/zano-miniquadrocopter-raeumt-bei-kickstarter-ab-1501-111447.html    Veröffentlicht: 05.01.2015 17:53    Kurz-URL: https://glm.io/111447

Zano

Miniquadrocopter räumt bei Kickstarter ab

Klein und erfolgreich: Ein britisches Unternehmen hat für seinen Quadrocopter Zano bei der Crowdfunding-Kampagne deutlich mehr Geld erhalten als angestrebt. Die per Smartphone gesteuerte Drohne macht Fotos und Videos.

Das hätten sich die Entwickler des britischen Unternehmens Torquing wohl kaum träumen lassen: Die von ihm entwickelte Kamera-Nanodrohne Zano hat auf der Plattform Kickstarter gut das 15-Fache der Zielsumme erreicht.

Zano ist 6,5 x 6,5 Zentimeter groß und wiegt 55 Gramm. Angetrieben wird das unbemannte Fluggerät (UAV) von vier Rotoren. Zur Hinderniserkennung verfügt die Nanodrohne über Infrarotsensoren. Die Höhe wird per Ultraschall und Luftdruck gemessen. Mit einer HD-Kamera zeichnet sie Bilder und Videos mit einer Auflösung von 5 Megapixeln auf. Die Kamera hat ein System zur Bildstabilisierung, das die Bewegungen des Quadrocopters ausgleichen soll.

Gesteuert wird Zano per Smartphone-App, die es für Android und iOS gibt - die Datenübertragung erfolgt über WLAN (802.11b/g/n, 2,4GHz). Der Qudrocopter fliegt vorwärts, rückwärts oder seitwärts, indem das Smartphone in die entsprechende Richtung gekippt wird. Für weitere Funktionen, etwa zum Steigen, Sinken und Rotieren, für die Aktivierung der Kamera oder der Folgenfunktion, gibt es Schaltflächen auf dem Bildschirm. Letztere bewirkt, dass Zano dem Gerät in einer vorgegebenen Entfernung folgt.

Zano folgt automatisch

Mit einer Akkuladung kann der Quadrocopter etwa 10 bis 15 Minuten lang fliegen. Die Reichweite beträgt - abhängig vom Smartphone sowie den jeweils geltenden Regelungen - 15 bis 30 Meter. Ist der Ladestand des Akkus niedrig oder entfernt sich die Drohne zu weit vom Smartphone, kehrt sie automatisch zum Gerät zurück.

An der Vorderseite hat Zano eine Matrix aus 8 x 8 Leuchtdioden (LED) installiert, die weiß oder farbig leuchten. Die LEDs dienen einerseits als Blitz- oder Videolicht. Sie können aber auch Icons oder Animationen darstellen.

Übers Ziel hinaus finanziert

Die Briten haben für ihre Kameradrohne eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter initiiert, die überaus erfolgreich verlaufen ist: Das Ziel war, 125.000 britische Pfund, umgerechnet knapp 160.000 Euro, zu sammeln. Drei Tage vor Ende der Kampagne haben knapp 10.000 Unterstützer fast 1,9 Millionen Pfund, über 2,4 Millionen Euro, zugesagt.

Wer die Minidrohne haben möchte, muss derzeit 150 Pfund investieren - das sind etwas mehr als 190 Euro. Regulär soll Zano später 170 Pfund, knapp 220 Euro kosten. Die kleinen Quadrocopter sollen im Juni ausgeliefert werden.  (wp)


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