Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/eito-deutscher-it-markt-waechst-trotz-rueckgang-bei-hardware-1412-111084.html    Veröffentlicht: 10.12.2014 16:08    Kurz-URL: https://glm.io/111084

Eito

Deutscher IT-Markt wächst trotz Rückgang bei Hardware

Laut Bitkom soll der Umsatz auf dem Markt für Software und IT-Dienstleitungen im Jahr 2015 stärker als die Gesamtwirtschaft wachsen. Doch bei der Hardware geht es nach einem kurzen Aufschwung durch Windows XP wieder abwärts.

Im kommenden Jahr wird der Umsatz mit Software, IT-Dienstleistungen und IT-Hardware voraussichtlich um 2,4 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro wachsen. Das berichtet der Branchenverband Bitkom am 10. Dezember 2014 auf Grundlage von Prognosen seines Marktforschungsunternehmens European Information Technology Observatory (EITO). "Damit wächst der Kernbereich der Bitkom-Branche auch im kommenden Jahr deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft", sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Auch 2015 werde ein Beschäftigungsplus erwartet. Zahlen nannte Kempf hierfür jedoch nicht.

Doch die Entwicklung ist sehr ungleichmäßig. Am stärksten wächst wie bereits in den Vorjahren das Geschäft mit Software, das mit 20,2 Milliarden Euro 5,5 Prozent mehr umsetzten soll. Der Umsatz mit IT-Dienstleistungen steigt der Prognose zufolge um 3 Prozent auf 37,4 Milliarden Euro. Wachstumsfelder seien Big Data und Cloud Computing.

Schwächer entwickelt sich das Geschäft mit IT-Hardware. Nach einem Anstieg um 5,8 Prozent in diesem Jahr aufgrund von Ersatzinvestitionen bei Desktop-PCs und Notebooks wird 2015 ein Umsatzrückgang um 1,2 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro erwartet. Der Anstieg lag hauptsächlich im Supportende für Windows XP begründet. Ende Oktober hatte der Bitkom für das Jahr 2014 noch eine Umsatzzunahme von rund 12 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro erwartet.

So würden die Umsätze mit Desktop-PCs und Notebooks voraussichtlich um rund 10 Prozent zurückgehen. "Allerdings liegen die Umsätze in diesem Segment auch im kommenden Jahr über dem Wert von 2013", erklärte Kempf. Doch die klassische IT-Hardware habe es schwer.  (asa)


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