Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/vodafone-all-in-one-buendelangebot-mit-lte-100-mbit-s-und-tv-fuer-60-euro-1411-110786.html    Veröffentlicht: 25.11.2014 16:47    Kurz-URL: https://glm.io/110786

Vodafone All-in-One

Bündelangebot mit LTE, 100 MBit/s und TV für 60 Euro

Vodafone und seine Tochter Kabel Deutschland haben das erste gemeinsame Produktangebot zusammengestellt. Es bündelt LTE und TV-Kabelnetz. Der Preis von 60 Euro gilt aber nur im ersten Jahr.

Vodafone bietet mit All-in-One die ersten Paketangebote mit seiner Tochterfirma Kabel Deutschland. Das gab das Unternehmen am 25. November 2014 bekannt. Wer den LTE-Mobilfunktarif Vodafone Red 1,5 GByte und Internet & Telefon 100 von Kabel Deutschland kauft, zahlt in den ersten zwölf Monaten jeweils 49,89 Euro. Danach werden monatlich 69,89 Euro berechnet. Wer das TV-Angebot nutzen will, zahlt zusätzlich ab 10 Euro pro Monat. Der Vertrag läuft über 24 Monate.

Dafür gibt es das Produkt Komfort 100 von Kabel Deutschland mit Internet bis zu 100 MBit/s, Telefon-Flat für Gespräche ins deutsche Festnetz und rund 100 TV-Sendern.

In Regionen, in denen das TV-Kabel nicht verfügbar ist, bietet Vodafone VDSL mit maximal 50 MBit/s an (DSL Zuhause M mit VDSL Option 50000). Damit stehen das IPTV-Angebot Vodafone TV mit 29 HD-Sendern sowie die Vodafone-Videothek mit Filmen und Serien auf Abruf zur Verfügung.

Vodafone hatte den TV-Kabelnetzbetreiber für 10,7 Milliarden Euro übernommen, um Zugang zum Festnetz zu bekommen.

Nach einer Entscheidung aus dem Jahr 2013 darf Vodafone den Smartphone-Tarif Red M nicht mit dem Slogan "ideal zum grenzenlosen Telefonieren und Surfen" bewerben, weil Peer-to-Peer-Anwendungen nur gegen einen Aufpreis von 9,95 Euro im Monat nutzbar waren.

Das Landgericht München hatte Kabel Deutschland im Juli 2014 wegen irreführender Werbung für Internetflatrates verurteilt. Der TV-Kabelnetzbetreiber habe nicht ausreichend darauf hingewiesen, dass nach intensiver Internetnutzung die Übertragungsgeschwindigkeit für Filesharing-Anwendungen drastisch reduziert werde. Nach Ansicht der Richter (Aktenzeichen 37 O 1267/14) wurden beim Kunden falsche Vorstellungen zum vertraglich vereinbarten Datenvolumen geweckt. Kabel Deutschland hat gegen dieses Urteil fristgerecht Berufung beim Oberlandesgericht München eingelegt.  (asa)


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