Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/neuer-investmentfonds-deutsche-telekom-steckt-500-millionen-euro-in-startups-1411-110464.html    Veröffentlicht: 11.11.2014 13:05    Kurz-URL: https://glm.io/110464

Neuer Investmentfonds

Deutsche Telekom steckt 500 Millionen Euro in Startups

Startup-Gründer beklagen sich häufig über einen Mangel an Risikokapital in Deutschland. Dem will die Telekom mit einem neuen Investmentfonds abhelfen.

Die Deutsche Telekom will über eine neue Investmentgesellschaft in den kommenden fünf Jahren eine halbe Milliarde Euro in Startups investieren. Der Aufsichtsrat habe dazu der Gründung der Tochterfirma Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) zugestimmt, teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit. Die 1998 gegründete Tochterfirma T-Venture solle ihre bestehenden 100 Investments zwar weiterführen und Folgeinvestitionen finanzieren, jedoch keine neuen Gesellschaften mehr aufnehmen.

Die Telekom plant zusätzlich zu den Beteiligungen von T-Venture für den Zeitraum von fünf Jahren für die DTCP mit einem Fonds-Volumen von 500 Millionen Euro. Damit verdoppele der Konzern sein Engagement im Bereich des Risikokapitals, hieß es. DTCP werde sich nicht nur um Startups kümmern, sondern auch Beteiligungen an bestehenden Unternehmen ausdehnen. Darüber hinaus werde DTCP "Beratungsleistungen für die Deutsche Telekom zu den bestehenden Beteiligungen an Strato, Interactive Media, Scout, Deutsche Telekom Innovation Pool (TIP) und T-Venture erbringen".

Startups-Unternehmer in Deutschland berichten immer wieder von Problemen, wenn sie nach einer erfolgreichen Gründungsphase nach Geldgebern suchen, um ihre Unternehmen zu vergrößern und zu internationalisieren. Zuletzt hatte der Geschäftsführer von Rocket Internet, Oliver Samwer, im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Art Anschubfinanzierung für junge Unternehmen ins Spiel gebracht. Dabei solle der Staat eine gewisse Summe zu den Investments der privaten Geldgeber hinzugeben. Die Regierung hat in der Vergangenheit mehrfach versprochen, die Bedingungen für Startups in Deutschland zu verbessern. So solle in Kooperation mit der Deutschen Börse eine "Börse 2.0" eingerichtet werden.  (fg)


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