Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tohkbd-eine-hardwaretastatur-fuer-das-jolla-1411-110437.html    Veröffentlicht: 10.11.2014 14:51    Kurz-URL: https://glm.io/110437

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Eine Hardwaretastatur für das Jolla

Für die variable Rückseite des Jolla entsteht nun eine Hardwaretastatur. Kunden erhalten beim Kauf der Tastatur einen großzügigen Rabatt des finnischen Unternehmens auf ein neues Gerät.

Nach einem funktionierenden Prototyp in Kleinserie produzieren drei Jolla-Community-Mitglieder nun eine Hardwaretastatur für das Jolla, die von jedem Interessierten erworben werden kann. Unterstützt wird das Projekt von dem Unternehmen Jolla, das jedem Käufer einer kompletten Tastatur einen 100-Euro-Rabattgutschein gewährt. Ein neues Smartphone kostet gemeinsam mit der Tastatur so weniger als 400 Euro.

Möglich macht das Projekt die von Jolla als Other Half vermarktete variable Rückseite des Smartphones. Die Tastatur besteht dabei aus zwei Teilen: Eine ist eine Hülle für die Rückseite, die per I2C die Kommunikation übernimmt, der zweite Teil ist die eigentliche Tastatur zum Herausschieben. Die Tastatur wird von kleinen Magneten an dem Gerät gehalten und lässt sich damit komplett abtrennen, falls dies gewünscht wird.

Die Unterseite der Tastatur und damit auch die Platine werden durch ein Holzgehäuse des Herstellers Lastucase geschützt. Die Oberfläche der Tasten besteht einfach ausgedrückt aus "Plastik und Gummi" und wird im gleichen Verfahren hergestellt wie ähnliche Produkte großer Hersteller. Damit sollen Tastenkombinationen möglich werden und ab einer Nachfrage von etwa 100 Stück sollen sich ohne Mehrkosten für die Hersteller auch internationale Layouts umsetzen lassen.

Tastatur selbst bauen

Außerdem will das Team technische Details wie das Platinenlayout und die für einen 3D-Druck des Gehäuses notwendigen Dateien bereitstellen, so dass Bastler die Tastatur eigenständig herstellen können sollen. Eine komplett schwarze Tastaturauflage soll ebenfalls bereitstehen, so dass ein eigenes Layout erstellt werden kann.

Die erstmalige Benutzung einer der Rückseiten kann von den Herstellern mit einem Paketdownload verknüpft werden, so dass auch die Software des Jolla direkt erweitert wird. Für die Tastatur soll darüber etwa umgesetzt werden, dass die virtuelle Tastatur versteckt wird, die Oberfläche des Jolla im Querformat ausgerichtet wird oder auch selbst erstellte Skripte durch Tastenkombinationen ausgeführt werden können.

Finanziert wird das Projekt über Kickstarter, es hat bereits über 100.000 Euro gesammelt, auf Grund des Erfolges wird die Hardware wohl schneller als gedacht hergestellt. Die Tastaturen sollen spätestens im April 2015 ausgeliefert werden.  (sg)


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