Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bundesrat-swisscom-muss-die-datenrate-verdoppeln-1411-110367.html    Veröffentlicht: 06.11.2014 17:48    Kurz-URL: https://glm.io/110367

Bundesrat

Swisscom muss die Datenrate verdoppeln

Die Swisscom muss allen Bürger in der Grundversorgung einen etwas schnelleren Internetzugang bieten. Der Preis bleibt laut Bundesrat gleich.

Der Bundesrat der Schweiz hat entschieden, dass die Mindestgeschwindigkeit für Internetzugänge der Swisscom in der Grundversorgung verdoppelt werden muss. Das gab das Bundesamt für Kommunikation bekannt.

Seit dem 1. März 2012 beträgt die Downloadrate in dem Land mindestens 1.000 KBit/s (1 MBit/s) und die Uploadrate 100 KBit/s. "In Zukunft soll die Zugangsgeschwindigkeit demnach auf 2.000 beziehungsweise 200 KBit/s erhöht werden", erklärte das Bundesamt. Der Höchstbetrag von 55 Franken (46 Euro) pro Monat für einen Anschluss mit einer solchen Internetverbindung bleibe unverändert.

Die Schweiz ist eines der Länder, in denen jeder Bürger ein Recht auf einen Internetzugang hat.

Wie die Swisscom am 6. November 2014 erklärte, waren über das Festnetz Ende September 1,1 Millionen Wohnungen und Geschäfte mit "Ultrabreitband" versorgt, die nun von hohen Bandbreiten von bis zu 1 GBit/s profitieren können. Die Anzahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse erhöhte sich im dritten Quartal um 17.000 auf 1,87 Millionen.

In Deutschland hatte ein Gemeindetag gefordert, dass jeder einzelne Haushalt mit einem Glasfaseranschluss (Fiber To The Building) versorgt werden müsse. Der Landesvorstand des Gemeindetags Baden-Württemberg hatte von der Bundesregierung gefordert, das Telekommunikationsgesetz entsprechend zu ändern. Im ländlichen Raum Baden-Württembergs, wo mehrere international tätige Unternehmen ihren Sitz hätten, gebe es bisher nur im Ausnahmefall Glasfaseranschlüsse bis in die einzelnen Betriebe oder Haushalte. Die Bundesregierung plant in der digitalen Agenda bis zum Jahr 2018 eine flächendeckende Grundversorgung von 50 MBit/s.  (asa)


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