Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/allensbach-umfrage-zwei-drittel-kritisieren-hoehe-der-rundfunkgebuehr-1411-110356.html    Veröffentlicht: 06.11.2014 14:02    Kurz-URL: https://glm.io/110356

Allensbach-Umfrage

Zwei Drittel kritisieren Höhe der Rundfunkgebühr

Laut einer neuen Umfrage lehnen zwei Drittel der Deutschen die Rundfunkgebühr als zu hoch ab. Die öffentlich-rechtlichen Sender können für die Jahre 2013 bis 2016 mit insgesamt 31,8 Milliarden Euro rechnen.

Immer mehr Menschen kritisieren die Zwangsgebühr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zwei Drittel der Deutschen halten die Abgabe von 215,76 Euro im Jahr für jeden Haushalt für relativ hoch. Das geht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die am 6. November 2014 auf dem Publishers' Summit des VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) vorgestellt wird. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat 1.520 Personen befragt.

"Im Medienbereich gibt es nur einen Bereich, der von der Bevölkerung als hochpreisig angesehen wird - und das ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen", sagte Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Bei E-Paper-Abonnements von Zeitschriften und Zeitungen fanden nur 17 Prozent den Preis zu hoch: 28 Prozent halten weniger als 2,50 Euro für gerechtfertigt, drei Prozent einen Preis von 2,50 bis 4,00 Euro und zwei Prozent einen Betrag von mehr als 4,00 Euro. Rund zwei Drittel (67 Prozent) waren unentschieden oder machten keine Angabe. Im Durchschnitt sehen alle Befragten 1,45 Euro für eine Digital-Ausgabe als angemessen an, bei der Gruppe der Zeitschriften-Abonnenten liegt der Wert bei durchschnittlich 1,65 Euro.

Die Haushaltsgebühr muss jeder zahlen, auch Menschen, die kein Rundfunkgerät besitzen. Die Höhe liegt pro Haushalt bei monatlich 17,98 Euro. Damit soll die Nutzung von Fernsehen, Hörfunk, Telemedien, Computer und Autoradio der Haushaltsmitglieder abgedeckt sein. Wer zuvor nur 5,76 Euro für die reine Nutzung eines Radios oder 5,52 Euro für einen internetfähigen PC gezahlt hat, wurde auf 17,98 Euro im Monat heraufgestuft. Seit 2013 wird der Beitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio pro Wohnung und nicht mehr nach Anzahl und Art der Geräte erhoben.

Die öffentlich-rechtlichen Sender können für die Jahre 2013 bis 2016 mit insgesamt 31,8 Milliarden Euro rechnen.  (asa)


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