Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/passport-lenovo-soll-erneut-vor-blackberry-uebernahme-stehen-1410-109980.html    Veröffentlicht: 21.10.2014 11:32    Kurz-URL: https://glm.io/109980

Passport

Lenovo soll erneut vor Blackberry-Übernahme stehen

Blackberry hat mit Passport ein interessantes neues Smartphone vorgestellt. Lenovo bereite nach dem Kauf von Motorola Mobility wieder ein Angebot vor, berichtete Benzinga - hat aber seinen eigenen Bericht inzwischen für unwahr erklärt.

Lenovo soll ein Übernahmeangebot für Blackberry prüfen. Das berichtet das US-Finanzmagazin Benzinga unter Berufung auf eine informierte Quelle. Das Angebot des chinesischen Konzerns könnte noch diese Woche vorgelegt werden.

Für den kanadischen Smartphone-Hersteller soll Lenovo 15 bis 18 US-Dollar pro Aktie bieten.

Im Jahr 2013 wurden bereits Lenovo, SAP, Facebook und Google als Kaufinteressenten für Blackberry genannt. Blackberry hatte zu dem Zeitpunkt Eigenkapital in Höhe von rund 2,6 Milliarden US-Dollar und keine Schulden. Zudem besitzt das kanadische Unternehmen Patente für abgesicherte E-Mail-Übertragung und Smartphone-Komponenten, deren Wert Analysten auf ein bis drei Milliarden US-Dollar schätzten.

Lenovo-Finanzchef Wong Wai Ming sagte bereits im Januar 2013, dass Blackberry, damals noch Research in Motion, eine Übernahmemöglichkeit sei. Die kanadische Regierung soll aus Gründen der nationalen Sicherheit einen Verkauf an die Chinesen aber verhindert haben.

Neues Lenovo-Unternehmen

Lenovo erklärte in der vergangenen Woche, es werde bis April 2015 ein neues Unternehmen gründen, das internetbasierte intelligente Geräte herstellen werde. Das Unternehmen soll unter eigenem Namen und eigener Marke firmieren.

Lenovo hatte im Januar 2014 angekündigt, 2,91 Milliarden US-Dollar für Motorola Mobility an Google zu zahlen. Damit würde Lenovo der drittgrößte Smartphone-Hersteller nach Apple und Samsung.

Der kanadische Hersteller Blackberry hatte im September mit dem Passport sein neues Smartphone vorgestellt. Das Passport hat wie die beiden Vorjahresmodelle Q10 und Q5 eine Hardware-Tastatur unter dem quadratischen Display, ist insgesamt aber von der Form her breiter und erinnert an die Form eines Passdokuments.

Nachtrag vom 21. Oktober 2014, 13:10 Uhr

Benzinga hat den Bericht für unwahr erklärt.  (asa)


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