Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nach-ebay-und-hp-symantec-spaltet-sich-auf-1410-109772.html    Veröffentlicht: 10.10.2014 16:38    Kurz-URL: https://glm.io/109772

Nach Ebay und HP

Symantec spaltet sich auf

Symantec, dessen Antivirensoftware nur noch 45 Prozent aller Angriffe erkennt, spaltet sich auf. Eine der beiden neuen Firmen wird weiter Symantec heißen, das Information Management mit Veritas Software und seinen Appliances sucht noch nach einem Namen.

Symantec wird in zwei unabhängige Firmen aufgespalten. Das gab das Unternehmen bekannt. In einer Firma soll das Kerngeschäft mit Sicherheitssoftware zusammengefasst werden, das zweite Unternehmen führe das Information Management weiter. In diesem Bereich werden vor allem Veritas-Produkte laufen.

Ende 2004 kündigte Symantec an, den damaligen Backup- und Speicher-Spezialisten Veritas Software für rund 13,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Veritas gehörte zu einem Drittel dem Festplattenhersteller Seagate.

Die beiden Bereiche stünden vor unterschiedlichen Herausforderungen und brauchten eigene Strategien mit einer besseren Fokussierung, sagte der neue Konzernchef Michael Brown. Er soll das neue Symantec mit der Sicherheitssoftware führen. Der Bereich erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar, das Information Management kommt auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Trennung soll bis Ende 2015 durch die Ausgabe neuer Aktien an bestehende Anteilseigner abgeschlossen sein.

Brown wurde am 25. September 2014 vom Symantec-Aufsichtsrat berufen. Bereits seit März 2014 fungierte er als Interims-President und CEO und ist seit 2005 Mitglied des Symantec-Vorstands. In den vergangenen Jahren gab es häufige Führungswechsel bei Symantec: Im März 2014 wurde Firmenchef Steve Bennett entlassen, zwei Jahre zuvor musste sein Vorgänger gehen.

Vizechef Brian Dye hatte im Mai 2014 dem Wall Street Journal gesagt, dass Symantecs prominente Software Norton Antivirus bereits seit längerem nicht mehr für den nötigen Umsatz sorge. Antivirensoftware sei so gut wie "tot". Nur noch durchschnittlich 45 Prozent aller Angriffe würden erkannt. Sie sei zwar weiterhin notwendig, aber ineffizient.  (asa)


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