Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kindle-unlimited-amazon-de-bringt-e-book-flatrate-fuer-10-euro-1410-109671.html    Veröffentlicht: 07.10.2014 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/109671

Kindle Unlimited

Amazon.de bringt E-Book-Flatrate für 10 Euro

Kindle Unlimited startet kurz vor der Buchmesse in Deutschland mit 650.000 Büchern, davon aber nur rund 40.000 Titel in deutscher Sprache. Viele namhafte Titel sind in der Amazon-Flatrate aber nicht enthalten.

Amazon Deutschland kündigt die E-Book-Flatrate Kindle Unlimited an. Wie das Unternehmen am 7. Oktober 2014 bekanntgab, kommt der Dienst, den es in den USA schon eine Weile gibt, nun auch nach Deutschland.

Kindle Unlimited kostet 9,99 Euro im Monat und gibt Zugriff auf 650.000 Kindle-Büchern, davon jedoch nur rund 40.000 Titel in deutscher Sprache. Amazon Unlimited ist über die Kindle-App auch auf anderen Geräten verfügbar und kann für 30 Tage kostenlos getestet werden. Nach Ablauf des Tests verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch in einen kostenpflichtigen Vertrag.

"Wir freuen uns sehr, Kindle Unlimited nun auch in Deutschland einzuführen", sagte Jorrit Van der Meulen, Vice President für Kindle Europa.

Top-Titel sind die Harry-Potter-Bände und einige weitere Bücher. Lesen.net kommentiert, dass Kindle Unlimited nur wenige namhafte Titel enthalte. Ebenso wie in den USA fehlten E-Books der großen Konzernverlage. Viele deutschsprachige Kindle-Unlimited-Angebote fänden sich viele Self-Publisher-Titel und E-Books, die von Amazon selbst durch AmazonCrossing und Amazon Publishing verlegt wurden.

Amazon hatte gestern im E-Book-Streit in Deutschland eine Einigung mit dem Verlag Bastei Lübbe erzielt. Es sei ein langfristiger Vertrag über den Vertrieb von E-Books in Deutschland und in internationalen Märkten abgeschlossen worden, teilte Bastei Lübbe am 6. Oktober 2014 mit. Das eröffne dem Verlag den direkten Zugang zu Lesern elektronischer Bücher in mehr als 200 Ländern. Angaben zu den Konditionen wurden nicht gemacht.

Amazon will den Rabatt von 50 Prozent auf den Einzelhandelspreis bei gedruckten Büchern auch auf E-Books übertragen. Das lehnten die Verlage entschieden ab, weil die Gewinnspanne bei digitalen Büchern deutlich geringer sei. Laut der Nachrichtenagentur dpa soll Amazon in einem Einigungsversuch 40 Prozent vorgeschlagen haben.  (asa)


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