Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sony-alpha-7s-im-test-vollformater-sieht-auch-bei-dunkelheit-nicht-schwarz-1410-109632.html    Veröffentlicht: 12.10.2014 00:01    Kurz-URL: https://glm.io/109632

Sony Alpha 7S im Test

Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz

Mit der Alpha 7S hat Sony eine Vollformatkamera mit der unglaublichen Fähigkeit vorgestellt, Bilder mit ISO 409.600 aufzunehmen und in 4K zu filmen. Einige Schönheitsfehler bei der Bedienung sorgen aber für Verstimmung, zumal die Systemkamera mit empfehlenswertem Objektiv über 3.200 Euro kostet.

Die Sony 7S ist das dritte Modell der A7-Serie - und das mit der geringsten Sensorauflösung, obwohl der Bildwandler so groß ist wie ein Dia. Nur 12 Megapixel große Bilder können mit der kleinen und sehr leichten Kamera aufgenommen werden, doch diese Einschränkung wird durch die maximale Lichtempfindlichkeit von ISO 409.600 mehr als ausgeglichen. Keine andere Systemkamera kann in diesem Bereich operieren, und die Sony 7S kann zudem noch filmen.

Kameraintern sind nur Full-HD-Filme möglich, doch an einem externen HDMI-Rekorder lassen sich Auflösungen von 4K (3.840 x 2.160 Pixel) erreichen. Leider hat die Kamera keine Unterstützung für 4K mit 4.096 x 2.160 Pixeln, was sie in manchen Situationen auch für Profis interessant gemacht hätte, da sie sehr lichtstark ist. Neben XAVC S kann auch in AVCHD, MPEG-4 und AVC/H.264 gefilmt werden, wobei die höchste Qualität mit XAVC S erzielt wird, bei dem Full HD mit 60p, 30p und 24p bei 50 Mbit/s aufgenommen werden kann. Wer will, kann auch in 1.280 x 720 Pixeln bei 120p / 50 Mbit/s filmen.

Natürlich ist der höchste ISO-Wert fürs Angeben nützlicher als für die eigentlichen Aufnahmen, doch bis ISO 51.600 kann sich das Bildmaterial durchaus sehen lassen. Und auch das ist ein guter Wert. Die Einschätzung gilt sowohl für Film- als auch für Fotoaufnahmen, wobei es natürlich Spezialfälle geben kann, in denen die Bildqualität eher unwichtig ist und es darauf ankommt, dass überhaupt eine Aufnahme entstanden ist.

Die Bedienung

Die Sony 7S ist klein, besitzt aber einen großen Sensor und ein klappbares Display, das sich nach oben und unten bewegen lässt. Das erleichtert Überkopf- und Bodenaufnahmen deutlich, zumal das Display hochauflösend ist und schnell genug reagiert. Zum Glück hat Sony auf einen Touchscreen verzichtet, denn besonders groß ist das Display nicht, und ein derartiges Bedienungskonzept würde allenfalls bei der Positionierung des Autofokusbereichs helfen, in dem die Kamera scharfstellen soll.

Auf der Vorderseite befindet sich neben dem Objektivbajonett die orangefarbene LED, die dem Autofokus bei Bedarf zur Seite steht. Sie ist sehr grell, lässt sich aber abschalten. Oberhalb der Griffschale ist ein Drehrad angebracht, mit dem je nach Einstellung Parameter wie Verschlusszeit verändert werden können.

Zahlreiche Knöpfe und Schalter - und dennoch sehr ausführliche Menüs

Auf der linken Kameraseite befinden sich hinter stabilen Klappen Anschlüsse für Micro-USB, Micro-HDMI, das Mikrofon sowie einen Kopfhörer. Der winzige Akku (320 bis 380 Bilder) wird über USB geladen, ein Netzteil liegt bei. Sony legt wohlweislich zwei Akkus bei, denn die Laufzeit ist recht knapp. Rund 400 Fotos haben wir mit einer Ladung machen können, wobei die Menüs viel benutzt wurden.

Die rechte Seite wird durch die Klappe für die Speicherkarte belegt, die senkrecht in die Kamera parallel zum Objektiv eingesetzt wird. Die kompakte Bauform erfordert hier offensichtlich Kompromisse. Mit einer Hand lässt sich die Speicherkarte nicht entnehmen.

Dazu kommt der rote Knopf zum Starten und Beenden der Videoaufnahme. Die Kameraoberseite wird durch die Mikrofonöffnungen und den elektronischen Sucher mit darüber angebrachtem Mittenkontakt für ein externes Blitzgerät bestimmt. Über einen eingebauten Blitz verfügt die 7S nicht. Rechts davon befindet sich das Moduswahlrad, mit dem die Programmautomatik, die Blenden- und Zeitvorwahl, die manuelle Steuerung, die Szenenerkennung, die Panorama- und Filmfunktion und zwei frei belegbare Programme einstellbar sind. Der Sucher ist mit dem Ein- und Ausschalter kombiniert. Außerdem kann über ein separates Rädchen die Belichtungskorrektur eingestellt werden.



Digitaler Sucher mit enormer Auflösung

Die Rückseite der 7S wird durch das 3 Zoll (7,62 cm) große Display dominiert, über dem links der Menüknopf und rechts daneben ein Knopf für die Zoom-Funktion ist, die mit dem Drehrad daneben gesteuert wird: eine umständliche Bedienung. Der Umschalter zwischen Autofokus- und manuellem Scharfstellen liegt rechts neben dem Display, gefolgt von der Funktionstaste, dem 4-Wege-Wählrad, der Play- und der Lösch-Taste. Das Wählrad ist gerastert, so dass eine versehentliche Verstellung nur selten passiert.

Bauartbedingt gibt es bei der 7S keinen optischen, sondern nur einen digitalen Sucher, der aber mit rund 2,6 Millionen Bildpunkten weit davon entfernt ist, einzelne Pixel erkennen zu lassen. Der Minibildschirm reagiert schnell, einen gewissen Nachzieheffekt gibt es dennoch, vor allem kurz nach dem Scharfstellen. Dafür hat der Elektroniksucher den unschätzbaren Vorteil, dass der Nutzer mit ihm vor der Aufnahme das Ergebnis der Einstellungen kontrollieren kann.

Die Kamera hat trotz ihres kompakten Metallgehäuses zahlreiche Regler, Knöpfe und Schalter. Belichtungsprogramme und Halbautomatiken lassen sich mitsamt ihren Parametern über das Gehäuse direkt einstellen, auch die umfangreichen Menüs können mit dem Multifunktionsrad einfach und schnell gesteuert werden, auch wenn sie sehr umfangreich ausfallen. Ohne ein ausführliches Handbuchstudium könnten sich Nutzer geradezu darin verlieren: Die Grundfunktionen erschließen sich zwar auch intuitiv, doch schon für die ISO-Verstellung sind mehrere Klicks erforderlich. Frei belegbare Tasten ermöglichen es, solche Funktionen einfacher zu erreichen.

Ein Schnellmenü gegen die Untiefen des Hauptmenüs

Wie alle aktuellen Sony-Kameras hat auch die Sony 7S ein Schnellmenü, das sich der Anwender selbst zusammenstellen kann. Die Wahl der ISO-Einstellung gehört unserer Erfahrung nach auf einen Knopf, und auch die Belichtungskorrektur sollte schnell zu erreichen sein. Eine rasche Justierung des Autofokus-Messpunktes ist ebenso wünschenswert wie das Umschalten zwischen verschiedenen Belichtungsmessmethoden. Hier muss und kann jeder selbst herausfinden, welche Funktionen ihm im Schnellmenü wichtig sind. Die Handhabung der Kamera kann so durch eine geschickte Belegung und Menüzusammenstellung deutlich verbessert werden. Leider sind die Knöpfe unbeleuchtet, was das Hantieren im Halbdunkel erschwert.

Schnelle Scharfstellung

Der Autofokus stellt enorm schnell scharf, aber in unseren aufwendigen Versuchen nicht immer dort, wo es sinnvoll ist. Das gilt allerdings nur dann, wenn die Kamera selbst Scharfstellbereiche vorschlägt und der Anwender nicht einen vordefinierten Bereich festlegt. Eine kontinuierliche Scharfstellung mit Objektverfolgung gibt es ebenfalls, doch bei schnell bewegten Motiven verliert sie bei unseren Tests recht häufig die Orientierung.

Bei mehreren Aufnahmen hintereinander dauert es gelegentlich etwas, bis wieder das Live-Bild im Sucher oder im Display zu sehen ist. Das stört nicht nur den Arbeitsablauf, sondern kann auch zu verpassten Motiven führen, denn in dieser Zeit kann der Fotograf die Kamera nicht gezielt neu ausrichten. Wir haben die 7S mit einer Sandisk SDXC Extreme Pro II mit 280 Mbit/s Brutto-Datendurchsatz getestet - Verzögerungen aufgrund einer zu langsamen Speicherkarte sollten so ausgeschlossen sein.

Vollkommen lautlos

Die 7S ist die erste Vollformatkamera, die vollkommen lautlos arbeiten kann. Möglich ist dies durch den elektronischen Verschluss, den Sony erstmals in die A7-Serie eingebaut hat. Zusammen mit der hohen Lichtempfindlichkeit lässt sich damit unbemerkt und ohne zu stören die Szenerie fotografieren. Das funktioniert gerade auch mit fotoscheuen Motiven sehr gut - mit der Zeit vergisst die Umgebung, dass fotografiert wird. Bei Veranstaltungen wie dem Theater bietet sich diese Kamera deshalb und wegen der hohen Empfindlichkeit als Ideallösung an. Lediglich das (ausschaltbare) orangefarbene Autofokus-Hilfslicht verrät den Fotografen. Der elektronische Verschluss kann jedoch nur über die Menü-Untiefen zugeschaltet werden. Eine Tastenbelegung für diese Funktion ist kurioserweise nicht möglich.

Noch dazu hat die Sony Alpha 7S WLAN IEEE802.11b/g/n (2,4-GHz-Band) zur Fernsteuerung über eine Smartphone- beziehungsweise Tablet-App. Damit kann per Fingerzeig der Autofokusbereich ausgewählt und ein Foto gemacht beziehungsweise die Filmaufnahme gestartet oder gestoppt werden. Die Kameraeinstellungen können über WLAN und die Apps aus der Ferne verändert werden, was gut und zügig funktioniert. Die Übertragungsrate reicht allerdings nicht aus, um Videos flüssig zu übermitteln. Möglich ist auch das Übertragen der Aufnahmen auf das mobile Gerät oder den Desktop. Das dauert jedoch recht lang, wenn die volle Auflösung genutzt wird.

Die Bildqualität von Sonys Alpha 7S

Noch vor der Bedienung ist für viele die Bildqualität die wichtigste Eigenschaft einer Kamera und gibt den Ausschlag für die Kaufentscheidung. Auf dem Papier spricht zunächst die geringe Auflösung der 7S gegen sie. 12 Megapixel und 2.200 Euro gehen eigentlich nicht mehr zusammen. Die verhältnismäßig großen Pixel, die sich über den 35mm-Kleinbildsensor verteilen, sind sehr lichtempfindlich und sorgen selbst in hohen ISO-Bereichen für rauscharme Bilder. Bis ISO 6.400 ist keine zusätzliche Bildbearbeitung gegen das Rauschen erforderlich, doch danach sind leichte Korrekturmaßnahmen erforderlich. Bis ISO 51.600 können die Bilder problemlos eingesetzt werden, darüber hinaus lassen sie sich immerhin noch verkleinert zum Beispiel für Webseiten benutzen. Ab ISO 102.400 fällt es schwer, den Bildern mehr als dokumentarischen Charakter abzugewinnen.

Ihr Dynamikumfang ist enorm groß - auch beim Filmen. Mit dem optionalen Sonys S-Log 2 kann beim Filmen ein deutlich höherer Dynamikumfang herausgeholt werden, allerdings erfordert das eine sehr genaue Belichtungseinstellung und viel Nachbearbeitung, damit der vermeintlich dumpfe Bildeindruck wieder verschwindet. Die Kamera kann mehrere selbst erstellte Bildstile (Farbmodus, Gamma, Schwarzpegel, Sättigung) speichern und auf Knopfdruck abrufen. Werden während der Aufnahme Fotos gemacht, werden auf sie die gleichen Regeln angewendet.

Beim Filmen gibt es ein kleines Problem: Die Sony 7S kann zwar in 4K aufnehmen, doch nur über einen externen HDMI-Rekorder: Intern nimmt die Systemkamera nur in Full-HD auf. Dessen Bildqualität ist tadellos, selbst bei ISO-Werten bis 50.000 kann das Bild verwendet werden. Wer wirklich in höchster Lichtempfindlichkeit arbeiten will, kann die Kamera immer noch gut zu Überwachungszwecken einsetzen, doch die automatische Fokussierung ist über größere Distanzen bei schlechtem Licht kaum noch möglich.

Bei Fotorohdaten kann der große Dynamikumfang (ungefähr 14 Blendenstufen) gut genutzt werden. Selbst aus dunklen Strukturen lässt sich hier mit Bildbearbeitungsprogrammen noch viel herausholen. Die Kamera belichtet eher konservativ - ausgerissene Lichter sind daher eher selten. Die Farbdarstellung ist natürlich Geschmacksache, im JPEG-Bereich fanden wir sie sehr stimmig und nicht übermäßig poppig. Weniger schön sind die etwas überschärften JPEGs.

Zusammen mit den hochwertigen Vollformatobjektiven, die Sony für den E-Mount anbietet, erreicht die Kamera zusammengefasst subjektiv eine Bildqualität, die deutlich im oberen Feld der Vollformatkonkurrenz liegt. Ans digitale Mittelformat reicht sie unserem Empfinden nach jedoch nicht heran.

Die Objektive

Besonders empfehlenswerte Objektive sind die Festbrennweite FE 55 mm F1,8 ZA (900 Euro), die allerdings keinen Bildstabilisator besitzt, dafür jedoch ein butterweiches Bokeh erzeugt, was sich hervorragend zum Freistellen von Objekten eignet. Zudem ist das Objektiv recht lichtstark und klein. Als Zoom für praktisch alle Situationen ist das FE 24-70 f/4 mit Bildstabilisierung, sehr guter Schärfe und hochwertiger Verarbeitung zu empfehlen, auch wenn es nicht so lichtstark ist wie Modelle der Konkurrenz. Es ist allerdings recht voluminös. Das massive Sony FE 70-200mm f4 G OSS (840 Gramm und 1.400 Euro) mit Innenfokussierung ist für den Telebereich trotz seines relativ hohen Preises die erste Wahl. Ein so scharf abbildendes und schnell fokussierendes Telezoom gibt es selten.

Angesichts der 12 Megapixel muss dem Interessenten aber klar sein: Ausschnittvergrößerungen sind bei den kleinen Dateien nur in begrenztem Umfang möglich. Folglich lassen sich fehlende Objektivbrennweiten durch Bildzuschnitte deutlich schlechter kompensieren. Und auch beim Ausdrucken in großen Formaten ist schnell Schluss: Die Fotos der 7S lassen sich auf ungefähr 40 x 60 cm ausdrucken. Übrigens lassen sich dank gleichem Bajonett auch E-Mount-Objektive für die alten NEX-Kameras anschließen, doch dann reduziert sich die Bildgröße auf 6 Megapixel. Zahlreiche Adapter ermöglichen den manuellen Betrieb von praktisch allen Objektiven auf den Markt, zudem hat Sony einen speziellen Adapter für sein bisheriges Bajonettsystem im Angebot, der zwar recht wuchtig ist, aber immerhin einen Autofokusbetrieb zulässt - inklusive Phasenvergleichsmessung.

Fazit und Verfügbarkeit der Sony Alpha 7S

Die Sony 7S kostet als Gehäuse ohne Objektiv im Handel mittlerweile rund 2.200 Euro. Dazu kommt noch der Anschaffungspreis für die Objektive, die den Vollformatsensor ausleuchten. Deren Angebot seitens Sony ist übersichtlich und sehr hochwertig - doch günstig sind die Objektive keineswegs: Mit dem wirklich guten 24-70 f/4 (Einzelpreis: 1.000 Euro) kommen so insgesamt 3.200 Euro zusammen. Der Käufer erhält dafür jedoch eine in vielen Punkten gut durchdachte Kamera. Ihre Nachtsichtfähigkeiten sind enorm und werden derzeit von keinem anderen Modell am Markt übertroffen. Ihre Bildqualität bei "praktikablen" ISO-Werten ist auf jeden Fall ebenbürtig mit dem hochpreisigen DSLR-Lager. Die etwas geringe Auflösung ist nur relevant, wenn große Drucke oder Ausschnitte erstellt werden sollen, reicht sonst jedoch aus. Die Bedienung ist recht leicht zu beherrschen, wenngleich auch die zahllosen Untermenüs manchmal doch ein genaues Handbuchstudium erfordern.

Viel Licht aber auch etwas Schatten

Ein wenig schmerzt es, dass das Sucherbild nach wenigen Aufnahmen hintereinander nicht schneller wieder freigegeben wird und die Kamera erst nach rund 2 bis 3 Sekunden nach dem Einschalten nutzbar ist. Warum 4K-Videos nicht auf der Karte gespeichert werden können, ist uns ein Rätsel. Wem diese Eigenschaft wichtig ist, der sollte sich bei Sonys Konkurrenten Panasonic umsehen. Dessen Systemkamera Panasonic Lumix GH4 kann längst 4K-Videos auf der Karte speichern, verfügt aber über einen deutlich kleineren und erheblich lichtschwächeren Sensor. Vielleicht wird ein Nachfolger der 7S direkt auf SD-Karten 4K-Videos ablegen können.

Wir haben wie immer einige Rohdaten (300 MByte) und JPEG-Dateien (120 MByte) zum Download zur Verfügung gestellt. Auch eine kurze Full-HD-Videosequenz (140 MByte) steht zum Download bereit.  (ad)


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