Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/grafikschnittstelle-windows-10-und-unreal-engine-4-unterstuetzen-directx-12-1410-109600.html    Veröffentlicht: 02.10.2014 16:07    Kurz-URL: https://glm.io/109600

Grafikschnittstelle

Windows 10 und Unreal Engine 4 unterstützen DirectX 12

Microsoft hat angekündigt, dass Windows 10 die Grafikschnittstelle DirectX 12 unterstützt. Passend dazu zeigt das Spielestudio Lionhead ein Video einer Techdemo auf Basis der Unreal Engine 4.

Als Microsoft auf der GDC im März 2014 die kommende Grafikschnittstelle DirectX 12 vorstellte, war noch nicht klar, welche Windows-Version das API unterstützt. Per Blogeintrag verkündete Microsoft nun, dass DX12 Teil von Windows 10 wird - ob exklusiv, ist weiterhin nicht klar.

Zumindest bei früheren Windows- und DirectX-Versionen koppelte Microsoft das API gerne. So war DX10 exklusiv für Vista, DX11.1 oder höher setzt Windows 8 voraus. Auf dem IDF 2014 zeigte Intel mehrere Demos von DirectX 12, die auf einer speziellen Version von Windows 8.1 liefen.

Spieleentwicklern hingegen rät Microsoft zur Windows 10 Technical Preview. Teilnehmern des Windows Insider Programs stellt Redmond auf Anfrage die passende Runtime und Treiber für DX12 zur Verfügung.

Neben einer DX12-Version von Forza 5 gibt es auch eine Umsetzung von Fable Legends auf Basis der neuen Grafikschnittstelle. Das Spiel von Lionhead nutzt die aktuelle Unreal Engine 4.4, diese unterstützt DX12 bereits. Details zur Techdemo des Spiels mit dem neuen API liegen nicht vor.

Grundlegend orientiert sich DirectX 12 an AMDs Mantle-Schnittstelle: Der CPU-Overhead soll stark verringert werden, hinzu kommen mindestens vier neue Rendering-Features: Rasterizer Ordered Views, Typed UAV Load, (Volume) Tiled Resources und Conservative Raster.

Rasterizer Ordered Views verbessern beispielsweise die Order Independent Transparency, also das Rendering von transparenten Objekten ohne CPU-Sortierung, und die Integration von Kantenglättung. Hinzu kommt die API-Unterstützung von Megatextures.

In Hardware beherrschen dies bereits beispielsweise die Radeon R9 290X und die Geforce GTX 980. (Volume) Tiled Resources soll die Auslastung des Videospeichers deutlich verringern und zugleich die Texturqualität aufwerten.  (ms)


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