Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/pavlok-gewollte-stromschlaege-vom-fitness-wearable-1410-109589.html    Veröffentlicht: 02.10.2014 08:21    Kurz-URL: https://glm.io/109589

Pavlok

Gewollte Stromschläge vom Fitness-Wearable

Einen ungewöhnlichen Ansatz zur Motivation setzt Erfinder Maneesh Sethi bei seinem Fitness-Armband Pavlok ein. Statt Nachrichten auf dem Display gibt es bei Fehlverhalten einfach einen mehr oder minder schmerzhaften Stromstoß.

Das Fitness-Armband Pavlok soll für Verhaltensänderungen sorgen, allerdings durch eine recht fragwürdige Methode. Eigentlich benimmt sich das Armband genauso friedlich wie seine Artgenossen und erinnert erst einmal höflich mit leichten Vibrationen an anstehende Übungen und Ähnliches. Kommen diese zur Unzeit, kann der Träger des Bandes sie wegklicken. Geschieht das pro Erinnerung mehr als dreimal, wird das Band allerdings aggressiv und versetzt dem Träger einen leichten und nach Angaben des Entwicklers ungefährlichen Stromstoß. Das gilt zum Beispiel auch, wenn das Armband als Wecker eingesetzt wird und der Träger zu oft den Schlummer-Modus aktiviert. Wird ein vordefiniertes Tagesziel nicht erreicht, kann man sich schon denken, was passiert.

Sogar ein soziales Element wurde eingebaut. Fitnesspartner, die ebenfalls ein solches Band tragen, können mit der App nachsehen, ob der Freund seine Ziele ordentlich verfolgt. Wenn nicht, kann auch hier ein Stromstoß ausgelöst werden, um ihn anzutreiben.

Das Fitness-Armband Pavlok kann über Bluetooth Kontakt mit dem Smartphone aufnehmen und seine Daten übermitteln. Wie alle Wearables ist es vornehmlich ein Schrittzähler. Es wird über Indiegogo finanziert. Das Band kostet im internationalen Versand 175 US-Dollar und soll erst Mitte 2015 ausgeliefert werden. Das Modul lasse sich auch vom Armband entfernen und anderweitig am Körper befestigen, teilte der Entwickler mit.

Bereits jetzt sind bei Indiegogo rund 62.000 US-Dollar zugesagt worden und das Ziel ist somit schon erreicht. Die Kampagne läuft noch bis zum 30. Oktober 2014.  (ad)


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