Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/adobe-photoshop-laeuft-auf-chromebooks-und-im-browser-1409-109522.html    Veröffentlicht: 30.09.2014 08:34    Kurz-URL: https://glm.io/109522

Adobe

Photoshop läuft auf Chromebooks und im Browser

Adobe hat eine Photoshopversion für Googles Chromebooks und den Chrome-Browser vorgestellt. Vorerst ist sie aber Bildungskunden vorbehalten und kann nicht drucken oder GPU-Funktionen nutzen. Dennoch ist das ein wichtiger Schritt für Chrome OS.

Lange wurde Chrome OS nicht ernstgenommen, weil wichtige Applikationen aus der Unternehmenswelt darauf nicht laufen. Adobe hat nun eine Photoshop-Variante vorgestellt, die auf Googles Plattform läuft. Zunächst ist Project Photoshop Streaming Bildungskunden mit Creative-Cloud-Abo vorbehalten, doch das könnte sich noch ändern, wenn der Zuspruch groß genug ist. Auch im Windows-Chrome-Browser läuft Photoshop.

Die neue Photoshop-Version für Chrome OS ist keine abgespeckte Fassung der Bildbearbeitungssoftware, doch sie läuft in einer virtualisierten Umgebung in der Chrome-App-Sandbox.

Ein Installationsprogramm muss nicht ausgeführt werden. Die Daten werden auf Google Drive vorgehalten. Mit einigen Einschränkungen müssen die Nutzer jedoch leben: So arbeiten die Funktionen, die auf die GPU zurückgreifen, in der Chrome-OS-Version noch nicht. Außerdem kann Photoshop in dieser Umgebung nicht drucken. Wann sich das ändert, ist nicht bekannt. Adobe spricht selbst von einer Beta-Version von Photoshop.

Adobe empfiehlt eine schnelle Internetverbindung für Photoshop, wobei die Hardwareanforderungen recht gering sind: Jedes Chromebook, das innerhalb der letzten beiden Jahre gebaut wurde, soll damit zurechtkommen. Außerdem kann Photoshop auch auf Windows-Chrome-Browsern (ab Version 35) laufen. Geht die Netzwerkverbindung verloren, muss allerdings eine neue Session geöffnet werden. Die Software legt im Ordner "Photoshop Recovery" Dateien an, mit denen eine Wiederherstellung der Arbeiten durchgeführt werden kann.

Die Beta von Project Photoshop Streaming läuft ein halbes Jahr lang. Bis dahin will Adobe in der Entwicklung weiterkommen.  (ad)


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