Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sony-erwarteter-verlust-wegen-mobilsparte-mehr-als-viermal-hoeher-1409-109311.html    Veröffentlicht: 17.09.2014 16:11    Kurz-URL: https://glm.io/109311

Sony

Erwarteter Verlust wegen Mobilsparte mehr als viermal höher

Sony hat seine Finanzerwartungen zum Fiskaljahr 2014 drastisch korrigiert: Der Verlust soll von zunächst erwarteten 360 Millionen Euro auf 1,65 Milliarden Euro steigen. Hauptursache ist offenbar der schwache Absatz bei den Mittelklasse-Mobilgeräten.

Der japanische Hersteller Sony muss seine Verlustprognose für das Fiskaljahr 2014 stark erhöhen: Anstelle des geplanten Minus von umgerechnet 360 Millionen Euro (50 Milliarden Yen) erwartet Sony jetzt Einbußen von 1,65 Milliarden Euro (230 Milliarden Yen). Dies hat der Hersteller in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Das Fiskaljahr 2014 endet wie in Japan üblich am 31. März 2015.

Strategie im Mittelklasse-Mobilbereich musste geändert werden

Grund für die 4,5fach höheren Verlusterwartungen seien veränderte Umstände im Mobilmarkt. Um auf die veränderte Marktsituation besser eingehen zu können, habe Sony seine Strategie im Mobilbereich ändern und fast 1,3 Milliarden Euro (180 Milliarden Yen) abschreiben müssen. Die Strategieänderung betreffe das Mittelklassesegment des Mobilmarktes.

"Der vorige Plan im Mittelklassebereich konzentrierte sich hauptsächlich darauf, ein signifikantes Wachstum zu erreichen", erklärt Sony in seiner Pressemitteilung. "Der neue Plan ist angepasst worden, um die Änderungen im Markt und den gesteigerten Wettbewerb zu berücksichtigen", heißt es weiter.

Konzentration auf hochpreisige Modelle

Im Klartext bedeutet das: Viele Käufer von Mittelklasse-Smartphones bevorzugen offenbar Geräte der Konkurrenz. Dementsprechend wolle sich Sony in einigen Teilen der Welt verstärkt auf den hochpreisigen Mobilbereich konzentrieren: Hier sollen weniger Smartphones im Mittelklassesegment und mehr teurere Geräte angeboten werden.

Der erwartete Umsatz Sonys für das Fiskaljahr 2014 beträgt 56 Milliarden Euro. Alle vom Hersteller angegebenen Werte sind Prognosen, die auf aktuelle Daten und Markterwartungen bauen. Die letztlichen Gewinne und Verluste können in ihrer Höhe differieren.  (tk)


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