Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ascend-mate-7-im-test-huaweis-fast-makelloses-topsmartphone-1409-109194.html    Veröffentlicht: 15.09.2014 07:00    Kurz-URL: https://glm.io/109194

Ascend Mate 7 im Test

Huaweis fast makelloses Topsmartphone

Mit dem Ascend Mate 7 hat Huawei auf der Ifa 2014 etwas überraschend ein echtes Topsmartphone präsentiert: Das Gerät mit dem großen Display kommt mit einem guten Fingerabdrucksensor und einem starken Prozessor, der in den Gerätebenchmarks besser abschneidet als die Snapdragon-Konkurrenz.

Nicht das Ascend P7 vom Mai 2014 ist Huaweis diesjähriges Topsmartphone, sondern das Ascend Mate 7, das der chinesische Hersteller auf der Ifa 2014 vorstellte. Das 6 Zoll große Gerät kommt mit einigen interessanten Funktionen und einem neuen, starken Prozessor. Bei der Software setzt Huawei wieder auf seine eigene Benutzeroberfläche Emotion UI, die sich mittlerweile dank dezenter Design-Vorlagen vom bunten Bonbon-Look verabschiedet hat.

Das IPS-Display des Ascend Mate 7 ist von JDI und gehört mit 6 Zoll zu den größten Smartphone-Bildschirmen am Markt. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel, die Pixeldichte liegt damit bei 367 ppi. Inhalte werden scharf dargestellt, auch für kleine Details reicht die Pixeldichte aus. An die Feinheit eines LG G3 mit seinem 1.440p-Display kommt das Mate 7 allerdings nicht heran. Es ist hell genug und auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar.

Das Display des Ascend Mate 7 nimmt laut Huawei 83 Prozent der vorderen Fläche des Smartphones ein - ein recht hoher Wert. Der Abstand zwischen dem linken und rechten Rand und dem Display ist mit 2,8 mm recht klein. Am unteren Rand beträgt der Abstand 13,2 mm, oben sind es 10,4 mm. Dadurch liegt das Smartphone trotz der Größe einigermaßen gut in der Hand.

Galaxy Note 3 und 4 sind etwas kürzer

Das Ascend Mate 7 ist 157 x 80,7 x 8,5 mm dick. Die Rückseite ist leicht geschwungen und am linken und rechten Rand nur 5,9 mm dick. Im Vergleich dazu ist das Galaxy Note 3 mit seinem 5,7 Zoll großen Display 151,2 x 79,2 x 8,3 zwar etwas kürzer, dafür aber nahezu gleich breit und dick. Mit 168 Gramm wiegt es etwas weniger.

Das Galaxy Note 4 ist mit 153,5 x 78,6 x 8,5 mm mit seinem 5,8-Zoll-Display ebenfalls nur etwas kürzer und schmaler. In Anbetracht dessen, dass das Display des Ascend Mate 7 größer ist, hat Huawei hier also im Vergleich tatsächlich ein recht kompaktes Gehäuse gebaut. In manche Hosentaschen dürfte das Smartphone dennoch nicht so gut passen.

Gehäuse aus Metall

Das Gehäuse des Ascend Mate 7 ist aus Metall und Kunststoff gefertigt. Der Kunststoffbereich beschränkt sich auf die Bereiche der beiden Antennen am oberen und unteren Rand der Rückseite, der Rest ist aus Metall. Der Übergang zwischen Kunststoff und Metall ist sicht- und fühlbar - hier hätten wir uns einen etwas glatteren Übergang gewünscht. Die Verarbeitung ist dennoch als sehr gut zu bezeichnen: Das Gehäuse ist verwindungssteif, alle Fräsungen und Knöpfe sind sauber gearbeitet.

An der linken Seite werden die SIM- und die Micro-SD-Karte eingeschoben, am rechten Rand befinden sich der Einschalter und die Lautstärkewippe. Der Einschalter ist mit einem ringförmigen Muster versehen, die Lautstärkewippe nicht - hier hätten wir ein durchgehendes Design schöner gefunden. Ansonsten ist das Design des Ascend Mate 7 schlicht, wenn nicht gar unspektakulär. Von vorne ähnelt das Smartphone dem ersten Galaxy Note von Samsung. Die Designrichtlinien des Ascend P6 und Ascend P7 wurden beim neuen Modell nicht umgesetzt - möglicherweise auch, um hier weiter die Unterschiede zwischen den Modellreihen zu wahren.

Guter Fingerabdrucksensor

Auf der Rückseite des Ascend Mate 7 ist unterhalb der Kamera ein Fingerabdrucksensor eingebaut. Durch ihn wirkt die Rückseite der des HTC One Max sehr ähnlich.

Der Nutzer kann maximal fünf Fingerabdrücke speichern. Diese dienen zum einen dazu, das Ascend Mate 7 einfach zu entsperren, ohne den Weg über den Sperrbildschirm gehen zu müssen. Zum anderen können Dateien wie Bilder oder Textdokumente in einen mit einem Fingerabdruck gesicherten virtuellen Container verschoben werden. Sie tauchen dann nicht mehr in der normalen Dateistruktur auf. Gespeichert werden die Informationen laut Huawei auf einem separaten Chip.

Zudem können beliebige Apps mit einem Fingerabdruck gesichert werden. Das ist besonders praktisch bei Anwendungen, die sicherheitsrelevante oder persönliche Daten enthalten. So können Unbefugte nicht ohne weiteres an persönliche Daten gelangen, wenn sie das entsperrte Smartphone in die Hände bekommen.

Besser als der Sensor des Galaxy S5

Der Sensor arbeitet deutlich besser und zuverlässiger als der des Galaxy S5. Wie beim iPhone 5s muss der Nutzer nach der Registrierung nicht darauf achten, in welchem Winkel er den Finger auflegt. Beim Galaxy S5 hingegen muss der Finger ziemlich genauso, wie er eingescannt wurde, über den Homebutton gezogen werden. Auch mit nassen Fingern funktioniert der Sensor im Huawei-Smartphone sehr gut. Zudem kann er bei Selbstporträts als Auslöser verwendet werden.

Ganz so zuverlässig wie der Fingerabdrucksensor des iPhone 5s arbeitet der des Ascend Mate 7 allerdings nicht. Hin und wieder verweigert er die Erkennung unseres Fingers, beim zweiten Auflegen klappt die Erkennung dann aber meistens. Trotz der Flexibilität bei der Drehung muss der Finger letztlich immer noch halbwegs in dem bei der Registrierung aufgenommenen Bereich aufgelegt werden.

Neuer schneller Octa-Core-Prozessor

Im Ascend P7 hatte Huawei noch einen im Vergleich mit den Mitbewerbern eher schwächeren Prozessor verbaut. Im Inneren des Ascend Mate 7 hingegen arbeitet mit dem neuen Kirin 925 ein moderner und konkurrenzfähiger Octa-Core-Prozessor in Big-Little-Architektur.

Das SoC besteht aus vier A15-Kernen mit einer Taktrate von 1,8 GHz und vier A7-Kernen mit 1,3 GHz. Diese Aufteilung ermöglicht auch beim Ascend Mate 7 einen akkuschonenderen Betrieb: Bei leichten Tätigkeiten wie alltäglichen Anwendungen werden die stromsparenden A7-Kerne verwendet, bei leistungshungrigen Apps kommen die stärkeren A15-Kerne zum Einsatz.

Zusammen mit 2 GByte Arbeitsspeicher sorgt der Kirin 925 für eine flüssige Bedienung des Smartphones. Lediglich im Stromsparmodus kommt es selten zu einigen Haklern auf der Benutzeroberfläche. Hier wird die CPU-Leistung aber auch angepasst, sprich: verringert.

Starke Gerätebenchmarks

In den Benchmark-Werten spiegelt sich die Leistung des Kirin 925 teilweise ebenfalls positiv wider, insbesondere im reinen Gerätebenchmark Geekbench 3. Hier erreicht das Ascend Mate 7 einen Spitzenwert von 3.220 Punkten im Multi-Modus, im Single-Modus kommt es auf 895 Punkte. Der Multi-Wert gehört zu den höchsten von uns bisher gemessenen: Das Galaxy S5 von Samsung schafft im Vergleich mit 2.933 Zählern weniger, ebenso das HTC One (M8) mit 2.902 Punkten.

Bei der Grafik hingegen kommt das Ascend Mate 7 auf weniger Punkte als die Konkurrenz. Im GFX-Benchmark schafft es im Manhattan-Test einen Offscreen-Wert von 8 fps und einen Onscreen-Wert von 8,5 fps. Damit liegt die Grafikleistung sichtbar unter der der anderen Topmodelle, die zwischen 11 und 12 fps im Manhattan-Offscreen-Test schaffen.

Auch im 3D-Mark von Futuremark kommt das Ascend Mate 7 nicht an die Konkurrenz heran: Hier schafft das Smartphone im Icestorm-Unlimited-Test 13.977 Zähler - kein schlechter Wert, die Topgeräte von HTC, Samsung und Sony erreichen allerdings zwischen 16.000 und 20.000 Punkten.

Trotzdem ist der Kirin 925 Huaweis bisher bester Prozessor. Verglichen mit den Vorgängern ist die Leistung deutlich gesteigert worden, der Big-Little-Aufbau bringt eine gute Mischung aus Leistungsfähigkeit und Ausdauer.

Starke Hardware

Das Ascend Mate 7 gibt es in Deutschland nur in der 16-GByte-Version mit 2 GByte Arbeitsspeicher. Die 32-GByte-Variante mit 3 GByte RAM wird laut Huawei nicht nach Deutschland kommen.

Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut, auf der Präsentation während der Ifa 2014 zeigte Huawei das Ascend Mate 7 mit einem kombinierten SD-Nano-SIM-Slot. Wie beim Ascend P7 werde diese Option aber leider wieder nicht nach Deutschland kommen, erklärte uns Huawei. Apps lassen sich auf die Karte verschieben, unterstützt werden Karten mit bis zu 64 GByte Größe.

Das Ascend Mate 7 unterstützt neben Quad-Band-GSM und UMTS auch Cat6-LTE auf den Frequenzen 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28 und 40. WLAN beherrscht das Smartphone nach 802.11a/b/g/n auf den beiden Frequenzen 2,4 und 5 GHz, der schnelle Standard ac wird nicht unterstützt. Bluetooth läuft in der Version 4.0 BLE, ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut.

13-Megapixel-Kamera mit Randproblemen

Auf der Rückseite hat Huawei eine Kamera mit 13 Megapixeln und LED-Fotolicht eingebaut. Der BSI-Sensor ist von Sony und soll auch bei Aufnahmen in dunklerer Umgebung rauschärmere Bilder ermöglichen.

Tageslichtaufnahmen sind scharf, gut belichtet und haben einen guten automatischen Weißabgleich. Der Kontrast ist in der Grundeinstellung etwas niedrig, dies kann aber zusammen mit anderen Faktoren wie etwa der Sättigung geändert werden.

Störend empfinden wir den Qualitätsverlust an den Rändern der Fotos: Bei unserem Testgerät fällt uns besonders am rechten Rand in der Mitte eine sichtbare Unschärfe auf. Diese ist in sämtlichen von uns gewählten Belichtungssituationen erkennbar.

Gute Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung

Aufnahmen in Situationen mit wenig Licht gelingen uns mit dem Ascend Mate 7 ebenfalls recht gut. Teilweise werden die Bilder automatisch nachgeschärft, dann sollte der Nutzer das Smartphone ruhig halten - einen entsprechenden Hinweis gibt es. Die dabei entstehenden Aufnahmen sind erstaunlich rauscharm.

Sehen wir von der Randunschärfe ab, kann die Bildqualität mit der anderer Topsmartphones absolut mithalten. Die Schärfe kommt nicht ganz an die eines Galaxy S5 heran, dafür sind die Details nicht so verwaschen wie beim Xperia Z2 von Sony.

Frontkamera mit 5 Megapixeln

Die Frontkamera hat wie bereits beim Ascend P7 eine Auflösung von 5 Megapixeln und eignet sich daher auch für qualitativ hochwertige Selbstporträts. Huawei hat wieder Extras wie den Verschönerungsmodus eingebaut, der Gesichter glattbügelt und aufhübscht.

Die Kamera-App ist übersichtlich aufgebaut und erlaubt ein direktes Umschalten zwischen Kamera, Video und dem Gesamt-Fokus-Modus. Dieser nimmt ein Bild auf, in dem der Nutzer später den Fokus neu setzen kann. Dies erfolgt durch eine Software-basierte Lösung: Die Kamera macht mehrere Fotos und legt diese übereinander. In unserem Test konnten wir mühelos zwischen den unterschiedlichen Fokusebenen wechseln, der Effekt funktioniert gut.

Des Weiteren gibt es neben dem Verschönerungsmodus noch ein HDR-Programm, eine Panoramafunktion, einen Wasserzeichenmodus, eine Audionotizfunktion und den Modus "Bestes Foto". Hier kann der Nutzer aus einer Serienbildaufnahme das beste Bild aussuchen.

Über das Smartphone ladbare ANC-Kopfhörer

Huawei bietet für das Ascend Mate 7 einen ANC-fähigen Kopfhörer an. ANC (Active Noise Cancellation) reduziert aktiv Umgebungsgeräusche, indem die durch Mikrofone in den Ohrhörern erfassten Schallwellen durch Gegenschall neutralisiert werden. ANC-Kopfhörer benötigen eine Stromversorgung, das Modell von Huawei hat einen kleinen Akku eingebaut, der die Geräuschreduzierung bis zu zwei Stunden lang aufrechterhalten soll. Der Clou: Das Ascend Mate 7 kann den Akku des Kopfhörers über den Klinkenstecker aufladen - der Nutzer muss sich bei der Nutzung also keine Gedanken über den Akku machen und kann die Kopfhörer danach sogar noch an einem anderen Gerät nutzen.

Die Geräuschdämmung funktioniert aufgrund der Wellenform bei tieferen Frequenzen deutlich besser als bei hohen Frequenzen: Tiefe Frequenzen haben eine große Wellenlänge, die gleichmäßig auf den Kopfhörer auftrifft; dadurch können diese besser neutralisiert werden.

Und tatsächlich hören wir von Straßenlärm, U-Bahn-Gerumpel und anderen tieffrequenten Nebengeräuschen nach der Aktivierung der ANC kaum noch etwas. Hochfrequente Geräusche wie Gleisquietschen oder Kinderstimmen dringen hingegen noch zu uns durch. Insgesamt ist die Geräuschverringerung aber sehr gut, dank ihr können wir in der Bahn die Lautstärke deutlich reduzieren, da die abgespielte Musik kaum noch Nebengeräusche übertönen muss.

Android 4.4.2 mit Emotion UI 3.0

Ausgeliefert wird das Ascend Mate 7 mit Android in der Version 4.4.2 alias Kitkat, worauf Huawei seine eigene Benutzeroberfläche Emotion UI in der Version 3.0 installiert. Wie bei früheren Geräten, etwa dem Anscend P6 oder P7, kann der Nutzer hier einfach das Design der kompletten Oberfläche ändern. Dazu steht mittlerweile eine Reihe von Design-Vorlagen bereit.

Zudem gibt es auch beim Ascend Mate 7 wieder Einstelloptionen zum Akkuverbrauch: Zieht eine App im Hintergrund ungewöhnlich stark an den Akkureserven, bekommt der Nutzer eine Nachricht in der Statuszeile angezeigt. Diese kann er ignorieren oder die App schließen. Die Hinweise sind auch komplett abstellbar.

Auch den Datenzugriff aller installierten Apps kann der Nutzer kontrollieren und - wenn gewünscht - unterbinden. Zu jeder App kann separat der mobile und der WLAN-Zugriff deaktiviert werden. Zudem kann der Nutzer bestimmen, welche Apps im Standby-Modus im Hintergrund laufen dürfen und auf diese Weise den Akkustand verringern und den Datenverbrauch erhöhen.

Keine separate App-Übersicht

Wie bei früheren Versionen von Emotion UI gibt es auch beim Ascend Mate 7 keine klassische App-Übersicht wie beim Standard-Android. Stattdessen werden Apps wie bei iOS einfach auf dem Startbildschirm abgelegt. Mit Ordnern lässt sich hier Übersicht schaffen.

Neu ist eine Suchfunktion für Apps: Dazu muss der Nutzer einfach auf dem Startbildschirm mit dem Finger nach unten wischen. Anschließend öffnet sich ein Textfeld, in dem nach Programmen gesucht werden kann. Zudem können auf diese Weise auch Kontakte und Nachrichten gefunden werden.

Über den Telefon-Manager können der Arbeitsspeicher bereinigt und unnötig im Hintergrund laufende Apps beendet werden. Zudem können weitere Einstellungen wie der Belästigungsfilter und die App-Sperre mit dem Fingerabrucksensor eingestellt werden.

Einhandbedienung mit Macken

Damit das Smartphone mit dem 6 Zoll großen Display auch mit einer Hand gut bedient werden kann, hat Huawei wie bei den vorherigen Modellen einen Einhandmodus eingebaut. Ist er aktiviert, lassen sich die Navigationsleiste und die Tastatur einfach per Kippbewegung nach links oder rechts an den Rand bewegen. Dann können Eingaben deutlich einfacher mit einer Hand gemacht werden. Bei uns funktioniert dies mit der Tastatur allerdings nicht zuverlässig: Häufig rutscht sie wieder in die Mitte, obwohl sich die Navigationsleiste am Rand befindet.

Emotion UI hat verglichen mit den ersten Versionen insgesamt aber eine gute Entwicklung gemacht: Dank wählbarer dezenter Designs sieht die Oberfläche gut aus, die Zusatzfunktionen wie die Kontrolle des Datenzugriffs und die Verbrauchswarnung gefallen uns gut. Mit der Suchfunktion vermissen wir die App-Übersicht noch weniger als in vorherigen Versionen. Etwas gewöhnen müssen sich Nutzer herkömmlicher Android-Systeme dennoch.

Im intelligenten Akkumodus sind uns einige Ruckler bei der Bedienung der Oberfläche aufgefallen. Diese treten nicht immer auf, sondern bei stärkerer Beanspruchung des Systems. Im Regelfall können wir auch bei gedrosselter CPU butterweich durch die Menüs scrollen und Programme schnell starten. Bei anspruchsvollen Anwendungen konnten wir keine Ruckler bemerken: Auch im intelligenten Akkumodus läuft beispielsweise Riptide GP 2 auch in der höchsten Grafikeinstellung absolut flüssig.

Gute Akkulaufzeit

Der nicht ohne Weiteres wechselbare Akku des Ascend Mate 7 hat eine Nennladung von 4.100 mAh. Im intelligenten Akkumodus, der die Taktzahl der CPU automatisch anpasst, kommen wir mit dem Smartphone bequem über einen Tag und haben spätabends noch über 30 Prozent Akkustand. Dabei verbringen wir den Tag mit Surfen, Facebook, E-Mails, Musik, Videos und ab und an einem Spiel - den alltäglichen Dingen also. Musik hören wir mit dem ANC-Kopfhörer, der noch vom Akku des Smartphones geladen wird. Huawei selbst gibt die Standbyzeit im LTE-Modus mit satten 27 Tagen an.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Ascend Mate 7 kommt in der Version mit 16 GByte Flash-Speicher und 2 GByte Arbeitsspeicher nach Deutschland. Das Smartphone soll ab Ende Oktober 2014 erhältlich sein und 500 Euro kosten. Wie teuer der separat erhältliche ANC-Kopfhörer sein wird, konnte Huawei uns nicht sagen.

Fazit

Mit dem Ascend Mate 7 ist Huawei ein großes und gutes Android-Smartphone gelungen. Vom Prozessor her ist das Gerät das bisher beste Smartphone Huaweis, der gut aussehende Bildschirm und die Verarbeitung unterstreichen dies.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet besser als der des Galaxy S5: Anstatt zu wischen, muss der Nutzer den Finger wie beim iPhone 5s nur auflegen. Dabei ist die Präzision allerdings nicht ganz so gut wie bei Apples Smartphone. Praktisch finden wir die Möglichkeit, den Fingerabdruck nicht nur für das Entsperren des Ascend Mate 7 zu nutzen, sondern auch für die Sicherung von Daten und Apps. Auch die Kamera macht gute Fotos, hat allerdings bei unserem Modell leichte Verzerrungen am Rand.

Gut gefällt uns zudem die Entwicklung von Emotion UI: Die Oberfläche sieht mit dezenten Design-Paketen mittlerweile sehr gut aus und bietet zahlreiche nützliche Extrafunktionen. Insbesondere die Kontrolle des Akkuverbrauchs und der Vernetzung von Apps sagt uns zu.

Einen Nachteil könnte das Ascend Mate 7 für manche Nutzer allerdings haben: die Größe. Zwar hat Huawei die Gehäusemaße recht gering gehalten und versucht zudem, mit dem Einhandmodus entgegenzusteuern - dieser funktioniert bei unserem Testmodell aber nicht immer zuverlässig. Auch mit den Bedienelementen auf einer Seite bleibt das Ascend Mate 7 ein großes Smartphone, für viele Hände sicherlich zu groß.

Wer sich vor 6 Zoll großen Smartphones nicht scheut, findet im Ascend Mate 7 aber eines der aktuell interessantesten und besten Smartphones. Für Interessenten an Samsungs neuem Galaxy Note 4, die weniger Geld ausgeben möchten und auf die Stiftbedienung verzichten können, stellt das Huawei-Gerät eine ernsthafte Alternative dar.  (tk)


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