Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streit-mit-twitter-fotodienst-twitpic-macht-dicht-1409-109047.html    Veröffentlicht: 04.09.2014 23:52    Kurz-URL: https://glm.io/109047

Streit mit Twitter

Fotodienst Twitpic macht dicht

Die Fotoplattform Twitpic stellt in wenigen Wochen ihren Dienst ein. Hintergrund ist ein Streit mit Twitter um Markenrechte. Nutzer sollen ihre Bilder bald noch sichern können.

Die Fotoplattform Twitpic, über die Bilder im Kurznachrichtendienst Twitter geteilt werden können, macht dicht. Grund sei ein Namensstreit mit Twitter, schreibt Twitpic-Gründer Noah Everett in einem Blogeintrag am Donnerstag. Der Kurznachrichtendienst habe gefordert, dass Twitpic einen Antrag auf den Schutz seines Markennamens zurückziehe. Die Drohung sei gewesen, Twitpic ansonsten den Zugang zur Twitter-API zu sperren, erklärte Everett.

Das seit 2008 aktive Startup habe deshalb beschlossen, seinen Betrieb zum 25. September 2014 einzustellen. Die Nutzer sollen ihre Bilder herunterladen können, dazu soll in den kommenden Tagen eine Möglichkeit bereitgestellt werden. Es sei eine unerwartete und harte Ankündigung, sagte Everett.

Twitter erklärte dem Sender CNBC, man habe Twitpic erlaubt, den bisherigen Namen weiterzunutzen. Allerdings müsse Twitter zugleich den eigenen Namen verteidigen und dazu gehöre auch der Schutz der Marke. Twitter achtet seit einigen Jahren verstärkt darauf, dass Namen von Apps anderer Anbieter sich deutlich von seiner geschützten Marke unterscheiden. Twitpic gehörte seit langem zu den populärsten Diensten zum Einstellen von Bildern bei Twitter. Der Kurznachrichtendienst baute inzwischen auch eine eigene Plattform zum Teilen von Fotos auf.  (fg)


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