Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/taxi-konkurrent-verbot-von-uber-fuehrt-zu-welle-von-neuanmeldungen-1409-109005.html    Veröffentlicht: 03.09.2014 14:12    Kurz-URL: https://glm.io/109005

Taxi-Konkurrent

Verbot von Uber führt zu Welle von Neuanmeldungen

Uber hat nach eigenen Angaben mit seiner App im iTunes Store starken Zuspruch, seit das Landgericht Frankfurt eine deutschlandweite einstweilige Verfügung gegen den Taxi-Konkurrenten erlassen hat. Uber Hamburg legte um 590 Prozent zu.

Uber Deutschland verzeichnet seit dem Verbot in den vergangenen 24 Stunden ein hohes Wachstum bei Neuanmeldungen. Das gab das Unternehmen am 3. September 2014 bekannt. In allen fünf Städten, in denen Uber in Deutschland aktiv ist, hätten sich die Neuanmeldungen mindestens verdoppelt. Hamburg und Düsseldorf verzeichnen ein Wachstum von über 500 Prozent.

Die Angaben des US-Unternehmens zu App-Downloads beziehen sich auf den iTunes Store. Es gibt für Dritte jedoch keine Möglichkeit Apples-App-Store-Zahlen zu überprüfen. Die Zahlen kennt nur Apple und der Entwickler der App.

Fabien Nestmann, Sprecher von Uber Deutschland, sagte: "Seit Jahresbeginn hat Uber in Deutschland das größte Wachstum an Neuanmeldungen innerhalb nur eines Tages verzeichnen können. Dieser öffentliche Zuspruch bestätigt uns in unserem Vorhaben, bald auch in weitere deutsche Städte zu expandieren. Seit Anfang des Jahres sind wir bereits um ein Fünffaches gewachsen. Auch in ländlichen Regionen sehen wir einen großen Bedarf an alternativen Transportmöglichkeiten."

Uber Deutschland kündigte gestern an, trotz einer einstweiligen Verfügung, die deutschlandweit die Vermittlung von Fahrern untersagt, weiterzumachen. Bei Verstößen drohen dem US-amerikanischen Start-up bis zu 250.000 Euro Strafe je Fahrt. Die Richter sind der Meinung, dass mit der Uber-App gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoßen werde. Ein Uber-Sprecher erklärte, das Landgericht Frankfurt am Main habe die einstweilige Verfügung zu Unrecht erlassen. Uber werde gegen den Beschluss des Landgerichts Widerspruch einlegen und alle Rechtsmittel ausschöpfen. Uber werde aber "seine Tätigkeit in ganz Deutschland fortführen und wird weiterhin die Optionen Uberpop und Uberblack über die Uber App anbieten".

Dazu, ob sich trotz der Vertragsstrafe weiter Uber-Fahrer finden und wie viele Menschen die App tatsächlich noch nutzen, äußerte sich das Unternehmen bisher nicht.  (asa)


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