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Acer Aspire R13 im Hands On

Convertible mit Schwächen und bekanntem Drehgelenk

Das Convertible Aspire R13 von Acer hat eine einzigartige Gelenkkonstruktion. Doch letztendlich orientiert sich das 6-in-1-Gerät an einer alten Dell-Konstruktion ohne den vollen Rahmen. Davon abgesehen wirkt das neue Notebook mit Stiftbedienung sehr stabil, schwächelt aber in den Details.

Acer hat auf der Ifa ein neues Convertible vorgestellt. Das Acer Aspire R13 wird als 6-in-1-Gerät angepriesen. So ganz nachvollziehen können wir die Zählweise nicht. Wie für ein Convertible üblich, lässt sich das Gerät als Notebook, Tablet und als Präsentationssystem, etwa für Filme, nutzen. Ob das Display nun nach hinten, vorne oder umgekippt als Zelt für die Ansicht genutzt wird, ist eigentlich egal.

Die Ausstattung des R13 ist variabel. Acer betonte vor allem die Maximalausstattung, nannte für diese jedoch keinen Preis. Bis zu ein TByte kann in das System auf zwei Datenträgern integriert werden. Sie werden als RAID mit dem Level 0 zusammengeschaltet. Das macht Acer auch häufiger in seinen High-End-Notebooks. Als Prozessor sind verschiedene Core i5 oder i7 der ULV-Serie der vierten Generation vorgesehen (Haswell). Außerdem sind 8 GByte RAM möglich. Das alles steckt laut Datenblatt in einem 25,4 mm hohen Gehäuse, bei 1,5 kg Gewicht. Für ein 13-Zoll-Convertible ist das recht leicht.

Stift von N-Trig

Acer erlaubt mit dem R13 nicht nur eine Tastatur- und Touchscreen-Bedienung, sondern auch eine Bedienung mit einem druckempfindlichen Stift. Der Stift ist von N-Trig und benötigt eine Batterie, da N-Trig schon vor Jahren das System gewechselt hat. Im Inneren des Stifts steckt eine AAAA-Batterie. Einzeln sind diese Batterien selten zu finden, doch in 9-Volt-Blöcken finden sie große Verwendung. Wegen der Laufzeit muss sich aber niemand Sorgen machen: N-Trigs Stifte halten normalerweise monatelang mit einem Energiespender durch. Ärgerlich ist an der Konstruktion, dass der Stift nicht im Gehäuse für den Transport versenkt werden kann. Auch ein Ranhängen mit einer Schnur ist nicht möglich, wie das bei Tablet-PCs üblich ist. Damit ist die Gefahr eines Verlustes der üblicherweise teuren Stifte hoch.

Schwächen offenbart zudem das Display. Es ist zwar mit Gorilla Glass 3 geschützt, doch das Display spiegelt. Bis zu 2.560 x 1.440 Pixel gibt es für das 13-Zoll-Display. Das Panel, das wir uns angesehen haben und das 1.980 x 1.080 Pixel bietet, ist leider nicht lichtstark genug, um die Spiegelungen auszugleichen. Als mattes Display wäre es für viele Zwecke lichtstark genug. Zudem wirken die Farben recht blass. Die eigentliche Konstruktion des Notebooks wirkt stabil. Das gilt auch für die Gelenkkonstruktion für den Tablet-Modus. Diese erinnert uns an Dells XPS 12, das wir vor zwei Jahren testeten. Auch wenn Acer die Konstruktion als einzigartig darstellt: Es gab sie schon einmal. Acers Variante ist erstaunlich verwindungssteif, obwohl ein stabilisierender Rahmen oberhalb des Displays wie bei Dells XPS 12 fehlt. So schnell verrutscht die Display-Position nicht. Dafür braucht es für die Bedienung meistens zwei Hände.

Sehr unangenehm fanden wir die Ecken der Handballenauflage. Wird das Notebook mit nur einer Hand an der Ecke getragen wird das schnell sehr schmerzhaft in der Handinnenfläche, da die Ecken spitz zulaufen. Mit zwei Händen getragen ist es nur unangenehm. Aber auch das ist erstaunlich, da das Gerät nur 1,5 kg wiegt. Normalerweise lassen sich deutlich schwerere Notebooks an einer Ecke umgriffen transportieren.

Die verschiedenen Modelle des R13 werden ab November 2014 für rund 900 Euro angeboten. Höhere Ausstattungsvarianten dürften deutlich teurer sein.  (ase)


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