Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ios-8-apple-verbietet-weiterverkauf-von-gesundheitsdaten-1408-108900.html    Veröffentlicht: 29.08.2014 11:42    Kurz-URL: https://glm.io/108900

iOS 8

Apple verbietet Weiterverkauf von Gesundheitsdaten

Entwickler dürfen Gesundheitsdaten von Apples Healthkit nicht an Werbetreibende verkaufen oder weitergeben. Das machte Apple mit einer Lizenzänderung deutlich. Doch eine Hintertür bleibt offen.

Mit Healthkit in iOS 8 lassen sich Fitness- und Gesundheitsdaten von Wearables zentral in einer App verwalten und die eigene Fitness kontrollieren. Darauf beschränkt sich die Funktion in iOS 8 aber nicht.

Die Daten können auf Wunsch auch an einen Arzt weitergeleitet werden, wenn zum Beispiel wichtige Parameter überschritten werden, die eine ärztliche Hilfe erfordern. Doch bleibt es dabei, wenn Entwickler auf die Daten ungehemmt zugreifen und sie weitergeben können? Diesem Szenario will Apple mit neuen Regeln vorbeugen.

Nach Informationen des britischen Guardian hat Apple Entwicklern neue Spielregeln auferlegt, die Apps für Healthkit programmieren. Sie dürfen die Gesundheitsdaten, die darin gespeichert werden, nicht an Werbetreibende oder Datenhändler verkaufen oder an sie weitergeben. Das bedeutet zum Beispiel, dass einem Patienten mit Bluthochdruck nicht auf einmal Werbeanzeigen auf dem iPhone-Bildschirm eingeblendet werden dürfen, die Linderung versprechen.

Programmierschnittstelle für Fitnessdaten

Diese Vorgehensweise soll Kritiker beruhigen, die fürchten, dass Healthkit eine riesige verteilte und vor Zugriffen ungeschützte Schnittstelle werden könnte, die nicht nur zum Wohle des Nutzers verwendet wird.

Eine Hintertür lassen die neuen Bedingungen laut Guardian allerdings zu. Die Daten dürfen an Dritte für Forschungszwecke weitergegeben werden, sofern der Anwender dem ausdrücklich zustimmt.

Apple hat für den 9. September 2014 um 19 Uhr deutscher Zeit eine Presseveranstaltung anberaumt, zu der vermutlich das iPhone 6 und Gerüchten zufolge auch ein Wearable vorgestellt werden. Das vermutet zumindest das Webmagazin Recode, das sich auf interne Quellen bei Apple beruft. Viele andere Publikationen berichteten zuletzt von einer separaten Vorstellung einer iWatch im Oktober 2014.

Das neue mobile Betriebssystem iOS 8 wird vermutlich parallel zum neuen Smartphone veröffentlicht werden und läuft auf Geräten ab dem iPhone 4S beziehungsweise dem iPad 2.  (ad)


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