Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/firmenchef-jan-koum-whatsapp-hat-600-millionen-nutzer-1408-108793.html    Veröffentlicht: 25.08.2014 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/108793

Firmenchef Jan Koum

Whatsapp hat 600 Millionen Nutzer

Whatsapp hat 600 Millionen Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv sind. Damit gewinnt der Messenger-Dienst in vier Monaten erheblich hinzu.

Der Messaging-Dienst Whatsapp hat die Grenze von 600 Millionen Nutzern überschritten. Das gab Firmenchef und Gründer Jan Koum in einem Tweet bekannt. "Die Anzahl der registrierten und der aktiven Nutzer ist unterschiedlich", erklärte er weiter, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen.

Erst im April 2014 hatte das Unternehmen über 500 Millionen aktive Nutzer gemeldet. Damit kamen in vier Monaten 100 Millionen hinzu. In Deutschland hatte Whatsapp nach Angaben des Unternehmensgründers nach früheren Angaben 31 Millionen Nutzer.

Der Kauf von Whatsapp durch Facebook für 19 Milliarden US-Dollar wurde im Februar 2014 angekündigt. "Whatsapp wächst genauso schnell weiter wie zuvor", hatte der Firmenchef danach erklärt.

Nach der Übernahme hatten Nutzer Alternativen zu der Messaging-App gesucht, die wegen mangelnder Sicherheit immer wieder kritisiert wurde. Mit der Übernahme befürchteten viele Menschen, dass ihre Daten mit denen von Facebook abgeglichen und dort gespeichert werden könnten.

Europäische Mobilfunkkonzerne versuchen nun, die Übernahme von Whatsapp durch Facebook zu verhindern, weil sie durch den Messagingdienst zunehmend Einbußen beim SMS-Umsatz hinnehmen müssen. Zusammen mit Facebooks eigener Instant-Messaging-Anwendung würden die beiden Firmen eine marktbeherrschende Stellung erlangen, hatten die Netzbetreiber erklärt. Nur noch gut jeder Zweite verschickt Kurznachrichten ausschließlich per SMS. Der IT-Branchenverband Bitkom erwartete im November 2013 trotz eines neuen SMS-Rekords erstmals einen Umsatzrückgang bei Kurznachrichten. Danach sollte der Markt für SMS und Mobile Multimedia Service (MMS) im Jahr 2013 voraussichtlich um 13 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro schrumpfen.  (asa)


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