Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kaspersky-antivirus-sicherheitssoftware-mit-webcam-sperre-und-ransomware-schutz-1408-108709.html    Veröffentlicht: 20.08.2014 12:27    Kurz-URL: https://glm.io/108709

Kaspersky Antivirus

Sicherheitssoftware mit Webcam-Sperre und Ransomware-Schutz

Kaspersky Lab hat seine Sicherheitssoftware für Privatanwender aktualisiert. Die neue Version bietet neue Funktionen, um besser gegen künftige Angriffe geschützt zu sein. Vor allem Attacken über Ransomware und eine unbefugte Nutzung der Webcam stehen im Fokus.

Die neuen Sicherheitslösungen von Kaspersky Lab für die Windows-Plattform sollen Computer besser gegen Angriffe aus dem Internet schützen. Dazu wurden eine Webcam-Sperre und eine Schutzfunktion vor dem Befall von Ransomware implementiert. Mit einigen Verbesserungen soll der Schutz im Vergleich zur Vorgängerversion erhöht werden.

Der überarbeitete Aktivitätsmonitor der Sicherheitssoftware soll nun auch vor Ransomware schützen. Bei einem Befall von Ransomware werden Dokumente verschlüsselt und erst wieder nach Zahlung eines Lösegeldes freigegeben. In den meisten Fällen bleiben die betreffenden Dateien aber codiert, selbst wenn die entsprechende Schadsoftware unschädlich gemacht wurde. Um dem vorzubeugen, analysiert der Aktivitätsmonitor alle Prozesse des Betriebssystems und legt ein lokales Backup der Dateien an, sollten sich verdächtige Programme daran zu schaffen machen.

Backup gegen Ransomware

Falls eine Ransomware dann die Originaldateien verschlüsselt, gibt es noch immer das Backup, um weiterhin an die Daten zu gelangen, ohne auf die Lösegeldzahlung eingehen zu müssen. Das Backup muss dann einfach zurückgespielt werden - idealerweise sollte vorher die Ransomware vom Computer entfernt werden.

Die neuen Versionen enthalten zudem einen Webcam-Schutz. Die Sicherheitssoftware überwacht den Zugriff auf die Webcam und der Nutzer muss den Zugriff auf eine eingebaute oder angeschlossene Webcam erst explizit freigeben, damit Applikationen darauf zugreifen können. Damit soll verhindert werden, dass Unbefugte die Webcam missbrauchen können.

Als neue Funktion wurde "Sicherheitsmeldungen für öffentliche WLAN-Netzwerke" integriert. Sie prüft Sicherheitsmerkmale eines gefundenen WLAN-Hotspots und weist den Anwender auf mögliche Gefahren hin. Die Netzverbindung könnte angreifbar sein oder ein Passwort auf unsichere Art übertragen werden. Außerdem erhalten Anwender Empfehlungen zur Anpassung der Netzwerk-Sicherheitseinstellungen. Damit soll verhindert werden, dass Hacker Opfer über einen WLAN-Hotspot ausspähen können.

Software aktualisiert sich automatisch

Die neuen Versionen aktualisieren sich automatisch, so dass Updates und Upgrades nicht mehr manuell eingespielt werden müssen. Damit soll die Sicherheitslösung immer auf dem aktuellen Stand sein. Mit der Funktion "Cost-Aware-Networking" wird der Umfang der empfangenen und gesendeten Datenmenge optimiert, damit die Kosten bei der Mobilfunknutzung nicht unnötig hoch werden.

Die neuen Sicherheitslösungen von Kaspersky Lab für die Windows-Plattform sind ab sofort verfügbar. Antivirus 2015 kostet als Einzelplatzlizenz für ein Jahr 30 Euro, für 40 Euro gibt es das besser ausgestattete Paket Internet Security 2015 mit Kinder- und Online-Banking-Schutz ebenfalls als Einzelplatzlizenz für ein Jahr. Beide Produkte kosten mit drei Lizenzen für je ein Jahr jeweils 20 Euro mehr. Das Paket mit fünf Lizenzen kostet dann 60 respektive 90 Euro. Beim Lizenzupgrade aus der Software heraus gewährt der Hersteller einen Preisnachlass von bis zu 30 Prozent.

Erst Ende September 2014 wird es dann auch Internet Security - Multi-Device 2015 geben, um die Sicherheitssoftware auf einem Windows-Rechner, auf einem Mac und einem Android-Gerät zu nutzen. Das Paket mit drei Lizenzen wird dann 60 Euro kosten.  (ip)


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