Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dead-island-2-angespielt-nur-ein-kopfloser-zombie-ist-ein-guter-zombie-1408-108617.html    Veröffentlicht: 15.08.2014 15:48    Kurz-URL: https://glm.io/108617

Dead Island 2 angespielt

Nur ein kopfloser Zombie ist ein guter Zombie

Entwickler Yager verlegt den Coop-Shooter Dead Island ins sonnige Kalifornien, für die Untoten sieht es aber immer noch düster aus: Acht Mann mit brennenden Hämmern, Elektroschock-Macheten und Shotguns sind ihnen einfach über.

Ein deutsches Spielestudio entwickelt einen Titel, der in Deutschland vermutlich niemals erscheinen wird - und falls doch, dann wird er genauso beschnitten sein wie der Zombie im Jogger-Outfit, dem wir gerade einen Arm und anschließend den Kopf abgehackt haben.

Was muss der stöhnende Untote auch unbedingt im sonnigen Kalifornien umhertaumeln? So genau wissen wir das nicht, denn zur Story hat Yager Entertainment nicht mehr verraten als zuletzt auf der E3. Klar ist nur, dass Dead Island 2 nicht mehr auf einer tropischen Insel spielt, sondern in Los Angeles und San Francisco.

Das Wie und Warum war zugegeben bei der neuen Gamescom-Demo eher zweitrangig. Also packen wir mit einer der beiden neuen von insgesamt vier Klassen Machete, Uzi, Vorschlaghammer oder Shotgun aus und marschieren erst mal zum nahegelegenen Elektrohändler.

Dort gibt es Munition und ein paar elektrische Bauteile, mit denen wir unser übergroßes Messer aufrüsten - gerade noch rechtzeitig, denn durch die vergleichsweise harmlose Gruppe aus gammeligen Walker-Zombies stürmt ein großer Brocken auf uns zu.

Ein ganzes Magazin steckt der weg, selbst mehrmalige Kopftreffer machen den Thug genannten Kerl nur wütender. Also versuchen wir dem Fleischberg auszuweichen, um mit der Machete seinen Rücken zu filetieren. Erst als zwei unserer sieben Mitstreiter den Kampf gegen den Thug ebenfalls aufnehmen, geht er zu Boden.

So schneiden, feuern und treten wir uns bis zur Tankstelle durch, können dort Gas abzapfen, um damit eine gefundene Axt in Brand zu stecken - nur gut, dass wir Dead Island nicht riechen können, denn optisch sind die verbrannten Zombiestücke schon unappetitlich genug.

Der Grad überzeichneter Gewalt in der gezeigten Version ist hoch, mit einer großen Anzahl an abtrennbaren Körperteilen und all dem, was aus dem Inneren der Untoten spritzt oder glitscht.

Die Unreal Engine 4 rendert Verletzungen, Zombies, Mitstreiter und die Umgebung mit einem noch nicht so hohen Detailgrad wie erwartet. Die gezeigte PC-Version hat zudem Probleme mit einem geringen FoV, flackernden Schatten und einer niedrigen Bildrate.

Bis Dead Island 2 Anfang 2015 für die Sony-Konsole, die Xbox One und Windows-PC erscheint, haben die Entwickler allerdings noch genügend Zeit für Optimierungen.  (ms)


Verwandte Artikel:
Dead Island 2: Das Paradies als Hölle   
(13.06.2014, https://glm.io/107163 )
Yager: Dead Island 2 und Dreadnought mit Unreal Engine 4   
(10.06.2014, https://glm.io/107080 )
The Beast Inside: Photogrammetrie plus Horror   
(01.03.2018, https://glm.io/133087 )
Elite Dangerous mit Oculus Rift: "Wir brauchen mindestens 4K"   
(17.08.2014, https://glm.io/108624 )
The Blackout Club: Erfahrene Entwickler und ohnmächtige Teenager   
(01.03.2018, https://glm.io/133081 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/