Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sony-day-z-erscheint-mit-neuem-renderer-fuer-die-ps4-1408-108533.html    Veröffentlicht: 12.08.2014 21:31    Kurz-URL: https://glm.io/108533

Sony

Day Z erscheint mit neuem Renderer für die PS4

Day Z kommt auf die Playstation 4, so Chefentwickler Dean Hall in Köln. Überhaupt standen auf der Pressekonferenz von Sony die Spiele im Mittelpunkt - und neue Funktionen von Firmware 2.0, mit denen sich Games teilen lassen.

Dean Hall, Chefentwickler und Erfinder von Day Z, hat auf der Pressekonferenz von Sony während der Gamescom 2014 eine Umsetzung des Zombie-Überlebensspiels für die Playstation 4 angekündigt. Laut Hall soll ein neuer Renderer nicht nur auf der Konsole, sondern auf allen Plattformen für bessere Grafik sorgen. Einen Erscheinungstermin gab Dean Hall nicht bekannt, auch einen Ausblick auf die neue Grafik hatte er nicht mit dabei in Köln.

Day Z war bei weitem nicht das einzige Spiel, das auf der Sony-Pressekonferenz zu sehen war. Gleich zu Beginn der Veranstaltung löste ein per Trailer kurz vorgestelltes Indiegame das nächste ab. Qgames aus Kyoto zeigte zu schwülstiger Musik aus Zeiten der Sowjetunion ein Actionspiel namens The Tomorrow Children. Das Entwicklerstudio The Astronauts hatte einen mysteriösen Horrortitel namens The Vanishing of Ethan Carter im Angebot. Tequila Games zeigte sein farbenfrohes, dezent an Zelda erinnerndes Sandbox-Spiel Rime.

Sony gab aber auch einen kurzen Ausblick auf Firmware 2.0 für die Playstation 4. Besonders interessant ist eine neue Funktion namens Share Play: Damit sollen Besitzer eines Playstation-Plus-Kontos einen Freund überall in der Welt etwa in ein laufendes Spiel einladen können, ohne dass der das Game besitzt. Wer etwa an einer schwierigen Stelle nicht weiterkommt, soll sich dann von einem Kumpel kurz mal weiterhelfen lassen können, oder mehrere Spieler treten zusammen im Koopmodus an. Wie das genau funktioniert, dürfte Sony in den kommenden Tagen verraten.

Weitere Neuerungen in Firmware 2.0: Es soll deutlich bessere Suchfunktionen für das Finden von Freunden im Playstation Network und Vorschläge für neue Kontakte geben. Außerdem können Spieler per Share aufgenommene Videos nicht nur auf Twitch.tv, sondern auch direkt auf Youtube laden können. Die neue Systemsoftware soll im Herbst 2014 erscheinen. Nebenbei gab Sony auch eine neue Zahl der bislang an Endkunden verkauften PS4-Geräte bekannt: Zehn Millionen sind es mittlerweile laut der Firma.

Kein Applaus für Playstation Now

Sony kündigte außerdem an, dass der Streamingdienst Playstation Now erst 2015 in Europa starten soll - und zwar zuerst in Großbritannien, was das sonst sehr klatschfreudige Publikum mit Schweigen aufnahm. Die schon früher vorgestellte Settop-Box Playstation TV soll im Herbst 2014 für rund 100 Euro mit drei Download-Spielen auf den Markt kommen.

Der krönende Abschluss der Pressekonferenz gehörte dem französischen Spielentwickler Michel Ancel (Rayman), der sich kürzlich mit seinem eigenen Entwicklerstudio Wild Sheep Studios selbstständig gemacht hat. Er gewährte einen ersten Ausblick auf ein Spiel namens Wild, in dem der Spieler jede Figur übernehmen können soll. Zu sehen waren grafisch imposante Jagdszenen unter Wasser mit Fischen, fiese Skelettkrieger, heulende Wölfe, majestätische Adler und andere wilde Tiere.

Noch ein anderer bekannter Designer war in Köln: Hideo Kojima, der das Publikum artig mit "Guten Tag" begrüßte. Er zeigte ein paar weitere Tricks mit der Kiste in Metal Gear Solid 5: Spieler können sich in dem Pappkarton nicht nur an Feinde anschleichen, sondern ihn unter anderem so aufklappen, dass darauf eine Zeichnung einer hübschen Frau zu sehen ist. Das lockt Gegner an, die der Spieler dann aus nächster Nähe vermöbeln kann.

Andere potenzielle Blockbuster auf der Show waren Destiny, Far Cry 4 und Shadow of Mordor, die allesamt ein paar PS4-Exklusivinhalte bekommen. Das Sony-eigene Rennspiel Driveclub soll Anfang Oktober 2014 erscheinen. Der bislang nur für die PS Vita erhältliche, knuffige Papierfalt-Titel Tearaway wird für die Playstation 4 umgesetzt, und zwar mit netten Funktionen: Beispielsweise kann der Spieler mit dem sonst ja eher störenden Licht des Controllers in die virtuelle Welt hineinleuchten - ob dafür eine Kamera nötig ist, hat Entwickler Media Molecule nicht verraten.  (ps)


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