Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/lara-croft-angespielt-gotteskampf-mit-grabraeuberin-1408-108456.html    Veröffentlicht: 09.08.2014 12:30    Kurz-URL: https://glm.io/108456

Lara Croft angespielt

Gotteskampf mit Grabräuberin

Kein Geringerer als der böse altägyptische Gott Seth ist Laras Hauptgegner in Der Tempel des Osiris. Golem.de hat die aktuelle Version des Action-Adventures angespielt.

Der ein oder andere Historiker wird verblüfft sein über das, was wir beim Anspielen von Lara Croft und der Tempel des Osiris herausgefunden haben. Die wichtigste Erkenntnis: Bei den Göttern im alten Ägypten ging es noch wilder zu als in deutschen TV-Soaps. Der böse Seth und sein Kollege Osiris streiten sich. Darauf wird Osiris von Seth in Einzelteile zerlegt, und die weiteren Götter Horus und Isis bringen Grabräuberin Lara Croft und deren Kollegen Carter Bell dazu, die Einzelteile zu finden und zusammenzusetzen.

Klingt kompliziert? Beim Anspielen von Der Tempel des Osiris hatten wir zum Glück den Eindruck, dass wir uns statt auf die göttlichen Ränkespiele auf das Gameplay konzentrieren können. Bereits vor einigen Monaten auf der E3 2014 konnten wir das Action-Adventure ausprobieren.

Eine jetzt für uns verfügbare Version war deutlich weiter und bot nach unserem Eindruck etwas weniger Kämpfe, aber dafür mehr Rätsel- und Denksportelemente. Die sind bewusst so gehalten, dass die Suche nach der Lösung den Spielfluss nicht allzu sehr hemmt - bei unserer Partie zu zweit ist mindestens immer einem der Mitstreiter dann doch rasch aufgefallen, wie es weitergeht.

Die Spieler laufen grundsätzlich von links nach rechts, auf den ersten Blick erinnern Perspektive und Grafik dezent an Diablo 3. Allerdings sind nicht Monstermassen unser größtes Problem, sondern Fallgruben, Steilwände und sonstige Hindernisse. Im Team zu zweit läuft das dann etwa so, dass Lara ihren Enterhaken ans obere Ende einer Felswand wirft, dann an dem Seil hochkraxelt und anschließend den anderen Spieler emporzieht.

Kugel als Sprungbrett

Einige Gebiete und Extras sind nur mit Spezialfähigkeiten der Figuren zu erreichen. So können wir als Isis eine Art Energieball um uns herum aufbauen. Der schützt nicht nur vor feindlichen Schüssen, sondern dient auch als Treppe: Lara kann mit etwas Geschick hinaufspringen und so Plattformen erreichen, an die sie sonst nicht kommt.

Schön umgesetzt sind auch die Stellen, an denen Lara ihr Seil etwa über eine Fallgrube spannt, und der andere Spieler dann langsam balancierend über den Abgrund gelangt. Überhaupt macht die Grafik einen netten Eindruck: Das Ganze ist stimmungsvoll in Szene gesetzt und bietet einige sehenswerte Lichteffekte. So gibt es wiederholt große Kugeln, in deren Mitte durch große Löcher erkennbar eine Energiequelle leuchtet. Die in Echtzeit berechneten, perspektivisch beim Rollen erzeugten Schatten sind ein echter Hingucker.

Zwischendurch kommt es immer wieder zu Angriffen durch Skelettkrieger, Mumien und riesige Skarabäen, die wir im Team allerdings relativ problemlos besiegt haben. Besonders rasch und effektiv ging das, nachdem wir Spezialwaffen wie eine versteckte M-16 gefunden hatten.

Lara Croft and the Temple of Osiris soll am 5. Dezember 2014 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 als Box-Version im Handel erscheinen. Eine Gold Edition soll unter anderem eine Lara-Figur, ein Artbook, eine gefaltete Karte der Spielwelt und einen Season-Pass für zukünftige Spielinhalte bieten. Geplant ist derzeit unter anderem das "Icy Death and Twisted Gears"-Paket, das sechs zusätzliche Kostüme, weitere Grabkammern und weitere Extras umfasst. Am 9. Dezember 2014 erscheint der Titel dann als Download über die gängigen Portale.  (ps)


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