Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/coreos-stable-channel-ein-minimales-betriebssystem-fuer-docker-1407-108159.html    Veröffentlicht: 28.07.2014 13:58    Kurz-URL: https://glm.io/108159

CoreOS Stable Channel

Ein minimales Betriebssystem für Docker

Die minimale Linux-Distribution CoreOS steht erstmals in einer stabilen Version bereit. Das Betriebssystem dient der Ausführung von Docker-Containern und soll in Cloud-Umgebungen laufen.

Erstmals in der etwa einjährigen Geschichte steht eine stabile Version von CoreOS bereit. Dieses Betriebssystem ist eine minimale Linux-Distribution, die darauf ausgelegt ist, möglichst einfach Betriebssystem-Container mittels Docker in einem Rechencluster zu betreiben.

Die nun als stabil für den produktiven Einsatz gekennzeichnete Version 367.1 basiert auf dem Linux-Kernel 3.15.2, Systemd 212 und verwendet Docker 1.0.1. Mit der Kennzeichnung als stabil bezieht sich das Team eigenen Aussagen zufolge aber lediglich auf das zugrundeliegende Betriebssystem, nicht auf die eigens geschriebenen Werkzeuge Etcd und Fleet.

Letztere sind beide in der Programmiersprache Go geschrieben, Open Source und dienen der Verwaltung großer Rechennetze mit CoreOS. Etcd ist ein "Key-Value-Store für gemeinsame Konfigurationen und dem Auffinden von Diensten". Fleet wiederum baut auf Systemd und Etcd auf und soll für ein "verteiltes Init-System" sorgen. Im übertragenen Sinne solle Fleet eine Art Erweiterung von Systemd auf Cluster-Systeme sein, wie die Entwickler selbst schreiben.

Das CoreOS-Unternehmen bietet mit dem Managed Linux auch kommerziellen Support an, was einen automatisierten Updateprozess für das System einschließt. Die stabile Version von CoreOS steht offiziell für Amazon EC2, Googles Compute Engine sowie die Rackspace Cloud bereit, ebenso wie für Openstack und Vagrant. Direkte Installationen auf physischen Servern sind ebenfalls möglich. Neben den offiziellen Plattformen betreut eine Community aber auch Abbilder für weitere Cloud-Anbieter oder auch zur Virtualisierung mit Qemu, Libvirt oder VMWare.  (sg)


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