Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mobilfunkbetreiber-ausgetrickst-apple-will-mobiles-bezahlen-per-iphone-ermoeglichen-1407-108089.html    Veröffentlicht: 24.07.2014 11:11    Kurz-URL: https://glm.io/108089

Mobilfunkbetreiber ausgetrickst

Apple will mobiles Bezahlen per iPhone ermöglichen

Apple plant nach Insiderinformationen einen Bezahldienst, der mit dem iPhone 6 starten soll und traditionelle Kreditkarten ersetzen könnte. So könnte man mit dem Smartphone im Laden bezahlen. Doch dafür wäre NFC fast unumgänglich.

Bezahlen per Kreditkarte oder Bargeld ist überall üblich, während die Bezahlungsmöglichkeit mit dem Smartphone aufgrund fehlender Standards und Akzeptanz recht ungewöhnlich und selten ist. Apple scheint nun zu versuchen, Bewegung in die Sache zu bringen und hat nach einem Bericht der Website The Information Gespräche mit Kreditkartenfirmen aufgenommen.

Zwischenstationen wie Bezahlungsdienstleister und Telekommunikationsfirmen würden dabei direkt übergangen. Das könnte für die Händler interessant sein, wenn dadurch Transaktionsgebühren sinken, die sie bislang tragen mussten. Doch dazu muss das iPhone erst einmal für den kontaktlosen und sicheren Austausch der Bezahldaten an der Kasse gerüstet sein.

Die einfachste Lösung wäre, wenn Apple seinen Widerstand gegen NFC aufgäbe und diese Technik im neuen iPhone 6 integrierte, da sie auch bei vielen Kassen schon im Einsatz sei oder nachrüstbar wäre. Alternativen über WLAN oder Bluetooth hingegen - Kommunikationsschnittstellen, die das iPhone schon besitzt - sind hingegen nicht branchenüblich.

Nach dem Bericht von The Information, der sich auf mehrere Insider stützt, die mit den Plänen vertraut sind, hat Apple unter anderem mit Visa über eine Partnerschaft gesprochen. Außen vor bleiben sollen hingegen die Mobilfunkbetreiber, die bislang erhofft hatten, ein Stück vom Profit abzubekommen: Die Mobilfunkrechnung sollte zum Inkasso dienen. Bei Apple wäre das aufgrund von iTunes nicht erforderlich.

Die Bezahlungsinformationen der Kreditkarte müssten vom Anwender natürlich auch nicht jedes Mal eingegeben werden, wenn er an der Kasse steht. Sie würden dem Bericht nach vielmehr in einem sicheren Bereich des Smartphones gespeichert - vermutlich ist damit die Sicherheitsenklave im A7-Prozessor gemeint, die zum Speichern der Fingerabdruckdaten vom Sensor des iPhone 5S genutzt wird. Mit iOS 8 ermöglicht Apple auch Dritten Zugriff auf die Authentifizierungsfunktion mit Hilfe der Touch ID.  (ad)


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