Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/videostreaming-youtube-problem-war-ein-bug-bei-google-1407-108072.html    Veröffentlicht: 23.07.2014 13:41    Kurz-URL: https://glm.io/108072

Videostreaming

Youtube-Problem war ein Bug bei Google

Die praktische Unerreichbarkeit von Youtube und anderer Dienste am 22. Juli 2014 war ein Bug bei Google. Das Problem trat nicht nur bei Kunden der Deutschen Telekom auf, sondern auch bei Kabel Deutschland oder 1&1. Die Telekom prüft nun auch eine stärkere Beteiligung am Peering über den De-CIX.

Die Probleme bei der Datenübertragung von Youtube, Google Music und bei Downloads aus dem Google Play Store in dieser Woche sind wegen eines Fehlers bei Google entstanden. "Es handelte sich um einen Bug bei Google, der inzwischen behoben worden ist", hat Golem.de aus informierten Kreisen erfahren.

Caschys Blog hatte am 22. Juli 2014 unter Berufung auf viele E-Mails seiner Leser berichtet, dass die Angebote im Netz der Telekom "unzumutbar langsam, gar unbenutzbar" seien.

Auch Golem.de-Leser hatten sich über die sozialen Netzwerke an die Redaktion gewandt. Da das Problem ein Fehler bei Google war, kann es nicht auf Kunden der Deutschen Telekom beschränkt gewesen sein. So berichteten Golem.de-Leser, dass die Nutzungsprobleme bei Youtube auch im Netz von Kabel Deutschland und 1&1 auftraten.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de am 22. Juli 2014: "Das Problem lag bei Google und ist nach unseren Erkenntnissen jetzt behoben." Seit längerer Zeit hatte es keine größeren Probleme mehr zwischen Youtube und der Telekom gegeben.



Nachtrag vom 24. Juli 2014, 12:08 Uhr

Experten vermuteten in der Vergangenheit, dass bei der Telekom durch den extrem hohen Youtube-Datentraffic in den Ballungszentren die Peering-Punkte im Netz volllaufen. Hier ist der Anschluss an die Hauptverteilerpunkte das Problem. Die Punkte, an denen der Traffic im Netz der Telekom ausgetauscht wird, hatten nicht die ausreichende Kapazität. Demnach müsste die Telekom ihre Peering-Punkte ausbauen, sie war aber beispielsweise nicht am größten deutschen Internetknoten DeCIX in Frankfurt am Main präsent, wo viele Provider Traffic untereinander austauschen.

Ein Telekom-Sprecher sagte Golem.de, dass der Konzern die Knoten DE-CIX und AMS-IX inzwischen nutze, "bisher allerdings in eher geringem Umfang. Wir prüfen derzeit, ob wir unsere Präsenz dort ausbauen. Zudem schließen wir uns mit anderen großen Anbietern natürlich auch direkt zusammen. So funktioniert das Internet."  (asa)


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