Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/videostreaming-telekom-sieht-youtube-problem-erneut-bei-google-1407-108043.html    Veröffentlicht: 22.07.2014 14:40    Kurz-URL: https://glm.io/108043

Videostreaming

Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

Viele Leser von Caschys Blog beklagten, dass seit gestern Youtube und mehrere andere Google-Angebote kaum noch benutzbar gewesen seien. Laut der Telekom hatte Google das Problem wieder selbst verursacht.

Die Deutsche Telekom hat sich zu Problemen bei der Datenübertragung von Youtube, Google Music und bei Downloads aus dem Google Play Store geäußert. Caschys Blog hatte unter Berufung auf viele E-Mails seiner Leser berichtet, dass die Angebote im Netz der Telekom "unzumutbar langsam, gar unbenutzbar" seien.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Das Problem lag bei Google und ist nach unseren Erkenntnissen jetzt behoben." Seit längerer Zeit gab es keine größeren Probleme mehr zwischen Youtube und der Telekom.

Der Streit zwischen Google und der Telekom über die Ursachen für die Übertragungsprobleme bei Youtube läuft seit längerer Zeit. Bereits im April 2013 hatte ein Telekom-Sprecher nach ähnlichen Problemen erklärt, es sei möglich, dass Google "eine Kleinigkeit an ihren Servern verändert oder temporär an der Plattform gearbeitet" habe. "Eines können wir sagen: Die Telekom drosselt die Übertragung von Youtube nicht", erklärte ein Sprecher.

"Wir werden mehr investieren als jeder andere Anbieter", sagte Deutschlandchef Niek Jan van Damme im September 2013. Es sollte 2013 noch 25.000 und im kommenden Jahr 50.000 Baustellen geben. "Wir werden 10.000 Kilometer Glasfaser verlegen. Wir werden damit Vectoring anbieten können." Das Unternehmen habe bereits 12 Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgt, sagte van Damme zum VDSL-Ausbau.

Netzbetreiber üben seit längerer Zeit Druck aus, um zu erreichen, dass sich Internetkonzerne an den Kosten für den Netzausbau beteiligen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte im Mai 2011 dem Nachrichtenmagazin Focus: "Wir werden uns darüber unterhalten müssen, dass verkehrsintensive Anbieter wie Youtube dafür bezahlen, dass ihre großen Datenströme von uns gemanagt werden." Zugleich wurde zugesagt, die Kapazitäten für die Videoplattform zu verdreifachen.  (asa)


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