Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fsk-18-verifikation-amazon-bestaetigt-abschaffung-von-postident-bei-lovefilm-1407-107954.html    Veröffentlicht: 17.07.2014 17:25    Kurz-URL: https://glm.io/107954

FSK-18-Verifikation

Amazon bestätigt Abschaffung von Postident bei Lovefilm

Amazon.de hält das Postident-Verfahren als Verifikation für FSK-18-Filme im Versand für unsicher. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, muss seine DVDs und Blu-rays nun von der Post abholen.

Amazon hat mit der Integration seiner Tochter Lovefilm das Postident-Verfahren als Verifikation für FSK-18-Filme im Postversand in den vergangenen Monaten abgeschafft. Das hat eine Sprecherin Golem.de auf Anfrage bestätigt. Damit erhalten als volljährig verifizierte Kunden die DVDs und Blu-rays nicht mehr in den Briefkasten, sondern müssen die Sendungen von der nächsten Postfiliale abholen, wenn der Postbote sie tagsüber nicht antrifft.

"Amazon.de unterstützt das Postident-Verfahren nicht, da hier nicht sichergestellt werden kann, dass die DVD oder Blu-ray nicht in die Hände Minderjähriger gerät. Der Prozess der Altersverifizierung wurde deshalb im Zuge der Migration von Lovefilm an den Versandprozess von Amazon.de für FSK-18-Artikel angepasst", sagte die Sprecherin Golem.de

Den Kunden wird auf der Website erklärt: "Sollten Sie vor der Umstellung bereits das Postident-Verfahren bei Lovefilm durchlaufen haben, so besitzt dieses nun keine Gültigkeit mehr." Der "Spezialversand für Artikel ohne Jugendfreigabe" bedeutet nun: Der Kunde müsse beim Empfang der Sendung persönlich anwesend sein und die Lieferung quittieren. Identität und Volljährigkeit würden vom Zusteller jeweils durch Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses überprüft. Eine Lieferung an Postfach-Adressen sowie an Abholstationen sei nicht mehr möglich.

Die Altersverifizierung für das Streaming erfolge ebenfalls durch den Ausweis in Kombination mit der Zahlungsmethode. Anschließend muss für den Streaming-Zugriff auf FSK-18-Titel eine PIN erstellt werden. Ob Amazon sich aus dem Versand von Filmen auf Datenträgern schrittweise verabschieden wolle, wurde von dem Unternehmen nicht kommentiert.

Amazon hatte im Januar 2011 alle Anteile an dem Filmverleiher Lovefilm übernommen. Das Unternehmen war zu der Zeit in Großbritannien, Deutschland, Schweden, Norwegen und Dänemark aktiv. Amazon hielt zuvor eine Beteiligung von 42 Prozent an Lovefilm. Im Dezember 2010 startete Lovefilm in Deutschland Video-on-Demand.  (asa)


Verwandte Artikel:
Always Connected PCs: Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen   
(09.03.2018, https://glm.io/133094 )
Streaming: Amazon schließt seinen Videoverleih Lovefilm   
(11.08.2017, https://glm.io/129443 )
Streit mit Google: Amazon löscht Chromecast-Eintrag wieder   
(09.03.2018, https://glm.io/133237 )
Microsoft: KI-Framework kommt auf Windows-10-Endgeräte   
(08.03.2018, https://glm.io/133217 )
Microsoft: S-Modus in Windows 10 kommt erst nächstes Jahr   
(07.03.2018, https://glm.io/133205 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/