Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/test-transworld-endless-skater-tony-hawk-beim-temple-run-1407-107881.html    Veröffentlicht: 15.07.2014 14:24    Kurz-URL: https://glm.io/107881

Test Transworld Endless Skater

Tony Hawk beim Temple Run

Endless Runner gibt es haufenweise auf Smartphones, gute Skateboarding-Spiele in der Tradition der Tony-Hawk-Reihe so gut wie gar nicht. Transworld Endless Skater von den Supervillain Studios verbindet die beiden Genres - erfolgreich.

Wie in Temple Run und ähnlichen Spielen bewegt sich auch die Hauptfigur von Transworld Endless Skater automatisch vorwärts. Allerdings ist er kein klassischer Abenteurer, der Hindernissen ausweichen muss, sondern ein Profi-Skater, der neue Highscores aufstellen will. Bevor die Jagd nach Bestnoten eröffnet wird, erklärt ein Tutorial die grundlegende Bedienung - und das ist angesichts der vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten auch dringend notwendig.

Fast alle Aktionen werden durch Wisch- und Drückbewegungen auf dem Touchscreen ausgeführt. Durch Bewegen des linken Daumens in der unteren Bildschirmecke ist es möglich, nach oben oder unten zu wechseln, Wischen im oberen rechten und linken Bereich startet je nach Wischrichtung und Kombination Tricks wie Grinds, Flips und dergleichen mehr. Ein Ollie wird durch Drücken auf den Bildschirm und Loslassen im richtigen Moment ausgelöst, für Slides hingegen muss das Telefon kurz geneigt werden.

Das verlangt gerade zu Beginn einiges an Einarbeitungszeit, die sich allerdings auszahlt - wer ein paar Mal gestürzt ist und trotzdem nicht aufgibt, wird dafür mit einer beeindruckend komplexen, aber nach einiger Übung eben doch sehr gut zu meisternden Bedienung belohnt, die sämtliche Aktionen verzögerungsfrei umsetzt.

Die unterschiedlichen Level halten diverse Extras bereit, die ins Spiel einbezogen werden, darunter natürlich auch Board-Klassiker wie Rampen und Geländer. Zudem warten spezielle Herausforderungen darauf, gemeistert zu werden - von zu erreichenden Punktzahlen bis hin zu bestimmten Tricks an vorgegebenen Stellen. Einfaches Wiederholen der immer gleichen Aktionen reicht dafür nicht aus. Wer denselben Trick ununterbrochen vollführt, bekommt für jeden Durchgang weniger Punkte, Kombinieren und Abwechseln ist also unabdingbar.

Erfolgreiche Läufe füllen die Kasse mit Kleingeld, das sich dann in Upgrades, neue Tricks und Level investieren lässt. Das Preisniveau steigt allerdings schnell an - wer alles freischalten will, muss entweder sehr viele Durchgänge spielen oder zu einer der zahlreichen In-App-Kauf-Optionen greifen. Auch wer die zwischenzeitlichen Werbebanner loswerden will, muss dafür zahlen. Begleitet wird die Skate-Action von einem stimmigen Punkrock-Soundtrack vom Indie-Label No Sleep Records.

Transworld Endless Skater von Supervillain Studios ist kostenlos bei iTunes und Google Play verfügbar und benötigt mindestens iOS 6.0 beziehungsweise Android-Version 2.3.

Fazit

Ein automatisch fahrender Skater, der unter Zeitdruck Hindernissen ausweichen und Tricks ausführen muss - auf den ersten Blick klingt Transworld Endless Skater nicht sonderlich interessant. Der Titel beeindruckt aber mit viel Spieltiefe und einer zwar komplexen, aber sehr gut umgesetzten Bedienung. Wer auf der Suche nach einem vielseitigen und fordernden Skateboard-Spiel ist, wird hier bestens bedient - zumal auch einiges an Spielzeit vergeht, bevor die In-App-Kauf-Optionen das Spielerlebnis trüben.  (tw)


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