Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hp-5400r-zl2-flexible-switches-fuer-software-defined-networking-1407-107801.html    Veröffentlicht: 10.07.2014 17:19    Kurz-URL: https://glm.io/107801

HP 5400R zl2

Flexible Switches für Software Defined Networking

HP hat eine neue Switch-Familie vorgestellt, die sich für den Einsatz in SDN-Umgebungen eignet. Der Einstiegspreis der neuen erweiterten 5400er-Serie liegt bei 1.859 Euro.

Für den Betrieb von Software Defined Networking (SDN) hat HP neue Switch-Modelle vorgestellt. Die mit Modulen erweiterbare 5400R-Serie teilt sich in die Variante HP 5406 zl2 und den deutlich größeren Switch HP 5412 zl2 auf. Der Einstiegspreis liegt bei 1.859 Euro für das kleine Modell. Er kann über seine sechs freien Modulslots bis zu 48 10GbE-Anschlüsse verwalten. Es sind aber auch reguläre Gigabit-Ethernet-Anschlüsse möglich. Hier liegt das Limit bei 144 Ports. Der 5412R zl2 kostet mindestens 3.549 Euro und bietet zwölf freie Modulschächte für weitere Switch-Module.

HP sieht den Einsatzbereich dieser Switches vor allem im Campus-Bereich oder sogar in kleineren Unternehmen, die sich derartige Switches leisten können. SDN wird von HP auch für große Unternehmen und Netzwerkbetreiber angeboten. Damit unterscheidet sich HP etwa von Switch-Herstellern wie Juniper Networks, die sich derzeit hauptsächlich auf große Einsatzbereiche konzentrieren, wenn es um das Thema SDN geht. Juniper will erst später kleinere und mittlere Unternehmen ansprechen. Juniper hat kürzlich eine Kooperation mit der Telecom Italia angekündigt. Bei dem Telekommunikationsunternehmen kommen Router der MX-Serie zum Einsatz, die nicht nur SDN bieten, sondern Netzbetreiberfunktionen verstärkt virtualisieren (Network Functions Virtualization).

Derzeit arbeiten fast alle größeren Switch-Anbieter an einer Lösung für das Software Defined Networking, bei der ein Controller sich um die zentrale Steuerung und Anpassung der Switch-Einstellungen in Echtzeit kümmert. SDN verspricht gegenüber virtuellem oder auch physischem Stacking eine schnellere Reaktion des Netzwerkadministrators auf die wechselnden Anforderungen einer Firma. Vor allem Netzbetreiber sollen neue Funktionen für Kunden eher im Bereich von Wochen statt bisher Monaten anbieten können, ohne dafür große Teile der Infrastruktur austauschen zu müssen.  (ase)


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