Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/unix-desktop-kde-sc-4-14-wird-4er-reihe-abschliessen-1407-107792.html    Veröffentlicht: 10.07.2014 13:07    Kurz-URL: https://glm.io/107792

Unix-Desktop

KDE SC 4.14 wird 4er-Reihe abschließen

Im August sollen letztmalig die KDE Applications und Platform ausschließlich auf Basis der 4er-Reihe des Desktops erscheinen. Bis zum nächsten Jahr sollen alle Anwendungen auf die neue Technik mit Qt 5 wechseln.

Sechseinhalb Jahre nach der ersten offiziellen Version der 4er-Reihe des KDE-Desktops soll dieser Entwicklungszweig im August dieses Jahres zum Abschluss gebracht werden, wie Release-Koordinator Albert Astals Cid schreibt. Nach der Veröffentlichung von KDE Applications und KDE Platform in Version 4.14 sollen möglichst nur noch Fehler behoben werden. Die Entwickler sind angehalten, neue Funktionen für die Anwendungen danach in dem 5er-Zweig zu erstellen.

Das endgültige Aus für die auf Qt 4 basierende Software von KDE plant das Team für den August 2015. Dann wird die Langzeitpflege für die KDE-Arbeitsflächen beendet, welche bereits seit fast einem Jahr eingefroren sind. Idealerweise sind bis dahin alle Anwendungen portiert. Um den Übergang so problemlos wie möglich zu gestalten, werden die KDE Applications in der Zwischenzeit sowohl auf dem 4er- als auch auf dem 5er-Zweig basieren, je nach Fortschritt einzelner Anwendungen.

Portierungen dauern an

Einige der Anwendungen werden bereits auf Qt 5 sowie die vor wenigen Tagen erstmals stabil veröffentlichten KDE Frameworks 5 portiert. Dazu gehören etwa die Terminalemulatoren Konsole und Yakuake, der Dateimanager Dolphin, der Editor Kate und der Instant Messenger KDE Telepathy. Diese Anstrengungen sind aber unterschiedlich weit fortgeschritten, so dass auf einem von der Community durch Spenden mitfinanzierten Treffen im August ein größeres Team an den Portierungen arbeiten soll.

Für nächste Woche plant die KDE-Community die erste Veröffentlichung der Plasma-Arbeitsflächen mit der neuen Technik. Die Oberflächen sind komplett in QML geschrieben und werden deshalb hardwarebeschleunigt dargestellt. Trotz Verbesserungen am Design und großen Umbauarbeiten am Code soll das grundlegende Nutzungskonzept im Vergleich zu den Vorgängern aber beibehalten werden.  (sg)


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