Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-weniger-mikroruckler-und-schoenere-spiele-mit-android-l-1406-107498.html    Veröffentlicht: 27.06.2014 09:06    Kurz-URL: https://glm.io/107498

Google

Weniger Mikroruckler und schönere Spiele mit Android L

Google hat Android L nicht nur eine 64-Bit-Unterstützung spendiert, sondern das kommende Betriebssystem auch um eine effizientere Runtime und verbesserte Schnittstellen erweitert.

Google hat weitere Details zum kommenden Android L auf der Google I/O vorgestellt. Android L läutet die 64-Bit-Ära für Android-Smartphones ein. Hinzu kommen OpenGL ES 3.1 sowie das Android Extension Pack, beide steigern die Leistung und ermöglichen eine bessere Grafik. Das ergänzt die überarbeitete Bedienoberfläche, die verbesserten Benachrichtigungen, die neue Android Runtime sowie die verbesserten Sicherheitsfunktionen.

Android L unterstützt 64 Bit, kann also mehr Arbeitsspeicher ansprechen und Apps beispielsweise durch eine höhere Anzahl von Registern beschleunigen. Google hat zudem das Android Extension Pack (AEP) programmiert, das zusammen mit ARM, Imagination Technologies (PowerVR), Nvidia und Qualcomm entwickelt wurde.

Das AEP ist eine Erweiterung von OpenGL ES 3.1, das erstmals mit Android L verfügbar ist. Es unterstützt Tessellation, Compute- und Geometry Shader sowie Adaptive Scalable Texture Compression (ASTC). Damit ist etwa Deferred Rendering mit Physically Based Shading (PDF) möglich, beides wird auch in aktuellen Konsolen- und PC-Spielen wie Ryse genutzt.

Für ein nochmals beschleunigtes System setzt Android L nun auf die Android Runtime (Art) als Standard, die experimentell bereits in Android 4.4 alias Kitkat enthalten war. Bisher nutzte Google standardmäßig in Android die Dalvik Runtime, um die größtenteils in Java geschriebenen Android-Apps zu kompilieren. Art unterstützt nicht nur eine JIT-Kompilierung, sondern auch AOT: Der Code wird nicht dann umgewandelt, wenn er benötigt wird (just in time), sondern vorab (ahead of time).

Dadurch verlängert sich zwar der Installationsprozess einer App, und sie belegt mehr Speicher. Einmal fertig gestellt, soll diese aber weniger Arbeitsspeicher benötigen und flotter starten. Zudem sollen keine Mikroruckler mehr auftreten. Art unterstützt x86, ARM sowie Mips und ist laut Google in etwa doppelt so schnell wie Dalvik. Entwickler müssen ihre Apps anpassen, die meisten sollen aber bereits laufen.  (ms)


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