Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/netzbetreiber-nachfrage-fuer-bandbreite-liegt-bald-bei-200-mbit-s-1406-107460.html    Veröffentlicht: 25.06.2014 16:16    Kurz-URL: https://glm.io/107460

Netzbetreiber

Nachfrage für Bandbreite liegt bald bei 200 MBit/s

Die Nachfrage nach Datenübertragungskapazität steigt in Deutschland auf 200 MBit/s im Down- und 120 MBit/s im Upstream. Aktuell liege der Bedarf in Wohn- und Gewerbegebieten noch bei 75 MBit/s, so der Breko.

Der Breko erwartet, dass die durchschnittliche Nachfrage nach Datenübertragungskapazität im Jahr 2020 bei 200 MBit/s im Down- und 120 MBit/s im Upstream liegen werde. Das gab der Branchenverband am 25. Juni 2014 bekannt. Die Angaben beruhen auf einer Mitgliederbefragung für die Breko Breitbandstudie 2014.

Im Breko sind viele Stadtwerke Mitglied, aber auch große Netzbetreiber wie Telefónica und Netzwerkausrüster wie Cisco und Huawei. Von den 193 Mitgliedsunternehmen seien 111 Netzbetreiber, erklärte der Verband.

Der Bedarf an Datenraten in Wohn- und Gewerbegebieten lag im Jahr 2013 noch bei gut 30 MBit/s beziehungsweise gut 75 MBit/s. Laut den Berechnungen werden im Jahr 2018 bereits fast 100 MBit/s respektive rund 240 MBit/s im Download notwendig sein.

Das über einen festnetzgebundenen Internetanschluss übertragene monatliche Datenvolumen werde in den kommenden Jahren weiter stark ansteigen: Waren es 2013 noch 8,8 GByte, würden 2015 bereits 13,7 GByte erwartet, so die Netzbetreiber. Das jährliche Gesamtdatenvolumen aller Festnetz-Breitbandanschlüsse soll von derzeit 25,4 Milliarden GByte auf 38,2 Milliarden GByte im Jahr 2015 wachsen.

"Langfristig geht an ultraschnellen Glasfaseranschlüssen bis zum Gebäude (FTTB) oder direkt ins Haus (FTTH) kein Weg vorbei", sagte Breko-Präsident Ralf Kleint. 76 Prozent der Internetnutzung mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets erfolge in festnetzgebundenen WLANs.

Preisträger des heute erstmals verliehenen Breko Awards ist die im Spätsommer 2010 gegründete Breitbandnetz GmbH mit Sitz im nordfriesischen Breklum. Deren Gesellschafter sind vor allem Windpark-Betreiber, die rund 60 Prozent des Eigenkapitals stellen, aber auch die jeweiligen Kommunen sind mit Anteilen an der Breitbandnetz-Gesellschaft beteiligt. "Windenergie trifft Glasfaser", lautet der zentrale Slogan der Projektgesellschaft. Nachdem aufgrund der hohen Kosten niemand in den Breitbandausbau investieren wollte und die Region absolut unterversorgt gewesen sei, hätten die Gründer beschlossen: "Dann machen wir es eben selbst."  (asa)


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