Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bsa-rueckgang-bei-illegaler-software-nutzung-in-deutschland-1406-107393.html    Veröffentlicht: 24.06.2014 06:00    Kurz-URL: https://glm.io/107393

BSA

Rückgang bei illegaler Software-Nutzung in Deutschland

In Deutschland werden weniger illegale Softwarekopien genutzt. Grund ist nach Angaben von Softwareanbietern die Angst der Nutzer vor IT-Angriffen und Datenverlust.

Nur noch fast jedes vierte Software-Programm, das im vergangenen Jahr auf Computern in Deutschland installiert wurde, ist unlizenziert gewesen. Das gab die Business Software Alliance (BSA) am 24. Juni 2014 bekannt. Damit ging die Nutzung unlizenzierter Software von 26 Prozent im Vorjahr auf 24 Prozent zurück.

Grund für den leichten Rückgang sei die laufende Sicherheitsdebatte: 64 Prozent aller Teilnehmer der Umfrage befürchten bei illegaler Software Angriffe, 59 Prozent haben Angst vor Datenverlust. Dies ist ein Ergebnis der BSA Global Software Survey, die die IDC-Marktforschung (International Data Corporation) zusammen mit der BSA erstellt hat. Rund jeder zweite IT-Verantwortliche ist sich demnach sicher, dass die gesamte Software in seinem Unternehmen lizenziert ist.

"Wir beobachten weltweit eine Verschiebung der unlizenzierten Software in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort sind mittlerweile drei Viertel aller unlizenzierten Programme im Einsatz. Der Rückgang in Deutschland wird unter anderem durch den Trend zu Software-as-a-Service (SaaS) im Cloud Computing, dem Wachstum bei Tablets und Smartphones, die Ermittlungsarbeit der BSA, vor allem aber wahrscheinlich von Sicherheitsbedenken der Anwender getrieben", sagte Thomas Buchholz, Chair des BSA Committee in Deutschland. In Kanada warb die BSA mit Urlaubsreisen als Belohnung für Informationen über illegale Softwareinstallationen in Unternehmen.

Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass weltweit 43 Prozent aller Programme unlizenziert seien. Die Region mit dem höchsten Anteil ist Asien/Pazifik mit 62 Prozent. Den geringsten Anteil hat die Region Nordamerika mit 19 Prozent. In der EU liegt der Anteil bei 31 Prozent.

IDC befragte 24.000 IT-Profis und Anwender.  (asa)


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