Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/samsung-galaxy-tab-s-mit-super-amoled-erscheint-mitte-juli-1406-107379.html    Veröffentlicht: 23.06.2014 13:34    Kurz-URL: https://glm.io/107379

Samsung

Galaxy Tab S mit Super-Amoled erscheint Mitte Juli

Mitte Juli 2014 beginnt Samsung mit dem Verkauf des Galaxy Tab S. Alle vier Tablet-Modelle sollen dann verfügbar sein - allerdings generell nur in der kleinen Speicherausführung.

Ab dem 15. Juli 2014 beginnt der Verkauf von Samsungs Galaxy Tab S bei der Elektronikmarktkette Media Markt. Bisher war nur bekannt, dass die Tablets mit Super-Amoled-Touchscreen im kommenden Monat in den Verkauf gehen, eine nähere terminliche Eingrenzung gab es nicht. Die von Samsung als vorläufig angegebenen Preisangaben blieben bestehen.

Das Galaxy Tab S gibt es wahlweise mit einem 8,4 Zoll großen Touchscreen und mit einem 10,5-Zoll-Display. Alle Modelle haben 16 GByte Flash-Speicher. Wie erwartet wird das 32-GByte-Modell von Samsung nicht direkt in Deutschland angeboten. Das Galaxy Tab S 8.4 kostet in der Nur-WLAN-Ausführung 400 Euro, etwa 500 Euro fallen für die LTE-Version an. Die Nur-WLAN-Variante des größeren Galaxy Tab S 10.5 liegt preislich bei 500 Euro, 600 Euro kostet die LTE-Ausführung.

Derzeit sind Tablets mit einem Amoled-Display noch eine Seltenheit. Samsung hatte einmal welche im Sortiment, diese wurden aber aufgrund eines Rechtsstreits mit Apple nicht offiziell in Deutschland verkauft. Das 8,4-Zoll-Modell des Galaxy Tab S erreicht bei einer Displayauflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln eine sehr hohe Pixeldichte von 359 ppi. Bei gleicher Auflösung reduziert sich der Pixeldichtenwert bei der 10,5-Zoll-Variante auf 288 ppi. Für ein Tablet in der 10-Zoll-Klasse ist das immer noch ein sehr guter Wert.

Galaxy Tab S ist leicht und dünn

Beide neuen Samsung-Tablets sind vergleichsweise leicht und dünn. Da sich Samsung für eher unübliche Displaygrößen entschieden hat, gibt es im Grunde keine direkt vergleichbaren Geräte. Beide Modelle gehören mit einer Gehäusedicke von 6,6 mm zu den dünnsten Geräten auf dem Markt. Im Bereich der 10-Zoll-Modelle ist nur Sonys Xperia Tablet Z2 minimal dünner: Es misst 6,4 mm. Die Maße des 8,4-Zoll-Modells betragen ansonsten 125,6 x 212,8 mm, beim großen Modell 247,3 x 177,3 mm.

Das kleinere Galaxy Tab S wiegt ohne LTE-Modem 294 Gramm, mit 298 Gramm. Das Galaxy Tab S 10.5 bringt ohne LTE-Modem 465 Gramm auf die Waage, mit LTE-Funktion sind es 467 Gramm. Auch hier wird das Samsung-Tablet von Sony unterboten: Das Xperia Tablet Z2 wiegt nur 440 Gramm, ist aber auch etwas kleiner als das Galaxy Tab 10.5.

Die weitere technische Ausstattung der beiden Modelle ist weitgehend identisch. Unterschiede gibt es noch bei der Akkubestückung. Im 8,4-Zoll-Modell steckt ein Akku mit 4.900 mAh, im 10,5-Zoll-Tablet ein 7.900-mAh-Akku. Als Akkulaufzeit nennt Samsung elf Stunden Wiedergabe eines 1080p-Videos.

Fingerabdrucksensor eingebaut

Die neuen Tablets sind mit einem Fingerabdrucksensor bestückt, der in den Home-Button integriert ist. Die Umsetzung wird dabei ähnlich wie in Samsungs aktuellem Topsmartphone sein, dem Galaxy S5. Bleibt zu hoffen, dass die Erkennung des Fingerabdrucks bei den Tablets besser funktioniert als beim Galaxy S5. Der Fingerabdrucksensor kann zum Entsperren des Geräts, für Paypal-Zahlungen und für den Zugriff auf versteckte Verzeichnisse verwendet werden.

Auslieferung mit Octa-Core-Prozessor

In Deutschland verkauft Samsung das Galaxy Tab S mit dem hauseigenen Octa-Core-Prozessor Exynos 5 Octa 5420. Er verwendet ARMs big.Little-Architektur. Das bedeutet: Der Prozessor besteht aus vier Cortex-A15- und vier Cortex-A7-Kernen, wobei zwischen den schnelleren Cortex-A15- und den langsameren Cortex-A7-Kernen umgeschaltet wird. Die genügsameren Cortex-A7-Kerne übernehmen Funktionen des Betriebssystems, während für anspruchsvollere Anwendungen wie HD-Videos und Spiele die Cortex-A15-Kerne verwendet werden. Die Cortex-A15-Kerne sollen mit 1,9 GHz getaktet sein, die Cortex-A7-Kerne laufen mit 1,3 GHz.

Die Tablets haben 3 GByte Arbeitsspeicher und werden in Deutschland regulär nur mit 16 GByte Flash-Speicher angeboten. Beide Tablets haben einen Steckplatz für Micro-SD-Karten mit bis zu 128 GByte. Auf der Gehäuserückseite ist eine 8-Megapixel-Kamera untergebracht und vorne befindet sich eine 2,1-Megapixel-Kamera für Videotelefonate.

Das Galaxy Tab S wird es wahlweise mit und ohne LTE-Modem geben. In jedem Fall wird es Dual-Band-WLAN nach 802.11 a/b/g/n samt dem neuen ac-Standard geben. Zudem sind Bluetooth 4.0 LE, ein GPS-Empfänger und ein Infrarotsender eingebaut. Letzterer kann zur Steuerung von Unterhaltungselektronik wie dem Fernseher oder der Musikanlage verwendet werden.

Kitkat ist vorinstalliert

Das Galaxy Tab S erscheint gleich mit Android 4.4 alias Kitkat. Darauf läuft Samsungs Touchwiz-Oberfläche, aber nicht die UX-Oberfläche der Pro-Tablets von Samsung. In beiden Modellen wird der in Android eigentlich seit einiger Zeit vorhandene Mehrbenutzermodus aktiviert, der nach wie vor von vielen Tablet-Herstellern gezielt deaktiviert wird. Im Galaxy Tab S soll der Nutzer per Fingerabdruck sein Profil aktivieren können. Damit soll der Wechsel zwischen den Benutzerkonten bequem möglich sein.

Der Ultra-Power-Saving-Mode des Galaxy S5 wurde auch in die Tablets integriert. Damit sollen die Grundfunktionen noch lange Zeit nutzbar sein, wenn der Akku nicht mehr lange halten würde. Beim Galaxy S5 waren in diesem Modus vor allem Telefon- und Messaging-Funktionen nutzbar, aber auch der Browser. Welche Möglichkeiten es dann beim Tablet geben wird, muss ein Test zeigen.

Als weitere neue Softwarebeigabe gibt es eine Funktion, mit der sich Anrufe am Tablet entgegennehmen lassen, die am Smartphone ankommen. Außerdem soll der Datenaustausch mit der Funktion Sidesync mit anderen Galaxy-Geräten vereinfacht werden - vorerst wird aber nur das Galaxy S5 unterstützt.  (ip)


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