Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/schatten-von-mordor-attentat-auf-saurons-bagabug-der-knochenbrecher-1406-107227.html    Veröffentlicht: 16.06.2014 17:43    Kurz-URL: https://glm.io/107227

Schatten von Mordor

Attentat auf Saurons "Bagabug der Knochenbrecher"

Sauron ist zurück, baut eine Armee auf - doch der Spieler schaltet einen seiner finsteren Generäle nach dem anderen aus. Golem.de hat sich das auf Hardcore-Spieler ausgerichtete Programm angesehen.

"Bagabug der Knochenbrecher" ist kein netter Kerl. Er hat in Saurons Armee in etwa den Status eines Generals, beherrscht mit seiner nageldurchsetzten Streitaxt verheerende Angriffsmanöver und hat zwei Leibwächter. Allerdings hat auch er Schwächen: Er ist empfindlich gegenüber Explosionen und gegen Nahkampfangriffe. In dem Spiel Mittelerde: Schatten von Mordor, an dem Entwickler Monolith im Auftrag von Warner Bros arbeitet, ist es die Aufgabe des Spielers, Bagabug auszuschalten.

Das taktisch angehauchte Actionspiel ist natürlich in der Welt von Der Herr der Ringe angesiedelt. Es fängt an dem Tag an, an dem Sauron nach Mordor zurückkehrt - also deutlich vor den Abenteuern von Frodo Beutlin. Der Spieler übernimmt die Rolle des Waldläufers Talion, der mitsamt seiner Familie und seinem Clan brutal von Sauron getötet wird. Talion wird wiederbelebt und kämpft fortan gegen den bösen Zauberer.

Auf der E3 2014 war zu sehen, dass er dafür vor allem Saurons Armee schwächt. Es gibt ein Menü, in dem Spieler eine Übersicht der Ork- und Uruk-hai-Anführer sehen. Die werden vom Programm per Zufallsgenerator zusammengestellt und tragen Namen wie Gimub die Zunge, Noruk Caragor der Schlächter oder eben Bagabug der Knochenbrecher. Wahlweise darf der Spieler auch andere Truppentypen attackieren, etwa Aufklärer.

Als Talion kann der Spieler auf einem Reittier durch das schick aussehende Mittelerde reisen und sich seinem aktuellen Ziel nähern. Auf Knopfdruck kann er sich unsichtbar machen. Dann wird die Welt grau, und es weht eine Art Geisterwind - ein ähnlicher Effekt wie in den Filmen beim Tragen des Unsichtbarkeitsrings.

Wie in Assassin's Creed muss sich der Spieler beispielsweise in das Heereslager von Bagabug dem Knochenbrecher schleichen und überlegen, wie er taktisch vorgeht: erst die Leibwächter ausschalten? Oder eine Sprengladung für den explosionsanfälligen Bagabug auslegen? Oder einen Frontalangriff wagen, um anschließend zu flüchten?

Die Entwickler haben auf der E3 die direkte Konfrontation gesucht, was in einem ziemlich wilden, aber nett animierten Gemetzel mit Zeitlupeneffekten und fliegenden Ork-Köpfen mündete. Auch einige Spezialangriffe haben die Figuren halbautomatisch durchgeführt: Talion etwa hat seinen Säbel in einen Gegner gestoßen und ist über den Feind in dessen Rücken gesprungen, indem er sich daran abgestützt hat.

Bei der Präsentation hat das Spiel einen spannenden, angenehm herausfordernden Eindruck hinterlassen - mit den eher gefälligen Herr-der-Ringe-Titeln für weniger erfahrene Spieler hat Schatten von Mordor offenbar wenig zu tun. Es soll nach aktuellem Stand am 7. Oktober für Windows-PC, Xbox 360 und One sowie für Playstation 3 und 4 erscheinen.  (ps)


Verwandte Artikel:
Jugendschutz: Lootboxen gelten bisher nicht als Glücksspiel   
(16.10.2017, https://glm.io/130632 )
Schatten des Krieges angespielt: Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!   
(22.05.2017, https://glm.io/127952 )
Fortnite: Battle Royale auf der Playstation 4 gegen das iPhone   
(09.03.2018, https://glm.io/133246 )
Hunt: Crytek und die Schießerei im Sumpf   
(17.06.2014, https://glm.io/107239 )
Ubisoft: Far Cry 5 erlaubt Kartenbau mit Fremdinhalten   
(07.03.2018, https://glm.io/133197 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/