Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/advanced-warfare-call-of-duty-setzt-wieder-auf-kleinere-und-mittlere-maps-1406-107209.html    Veröffentlicht: 16.06.2014 11:06    Kurz-URL: https://glm.io/107209

Advanced Warfare

Call of Duty setzt wieder auf kleinere und mittlere Maps

Chaos im San Francisco des Jahres 2058, Überfall auf ein Biolabor mit Tarnvorrichtung: In der Zukunft von Call of Duty werden Hightech-Gerätschaften wichtiger - und auf Wunsch der Fans eher kleine und mittlere Singleplayerkarten.

Wer sich in Foren mit Diskussionen über Spielentwicklung umsieht, bekommt den Eindruck: Je größer und offener die Umgebungen von Computerspielen sind, desto besser. Die Entwickler von Call of Duty haben sich mit dieser Frage auch beschäftigt - unter anderem, nachdem der Ende 2013 veröffentlichte Serienableger Ghosts auf etwas weiter angelegte Gebiete gesetzt hatte.

Wie Golem.de erfahren hat, kam das bei Käufern und Spielern nicht so gut an: Die schätzen zumindest in Call of Duty, wenn es ohne lange Laufwege möglichst schnell zur Sache geht und bevorzugen etwas kleinere und mittlere Maps. Das für November 2014 angekündigte Advanced Warfare, das rund 40 Jahre in der Zukunft spielt und derzeit unter Federführung von Sledgehammer Games entsteht, trägt dem Rechnung.

Auf der E3 2014 präsentierte das Studio zwei Szenen aus der Kampagne. Vor allem der erste Einsatz zeigte, dass so ein Actionspiel in Sachen spektakulärer Inszenierung längst mit jedem Spielfilm mithalten kann. Die Mission namens "Collapse" spielt am 20. Oktober 2058 und beginnt in einem Tunnel nördlich der Golden Gate Bridge bei San Francisco, in dem der Spieler am Lenkrad eines Autos einen anderen Wagen in einem rasant inszenierten Rennen verfolgt, während sein Beifahrer mit einer Art blauen Energieschossen feuert.

Auf der Brücke kommen Verfolger und Verfolgte vor einer Barrikade aus Bussen und Lastwagen zum Stehen, woraufhin sich mit Jetpacks fliegende Infanteristen eine ebenfalls sehr knallig in Szene gesetzte Schießerei liefern. Anderes Hightechgerät sind Granaten, mit denen der Spieler seine Opponenten markiert und sie dann offenbar auch durch Hindernisse weiter orten kann. Ein anderer aktivierbarer Modus der Granaten: Auf Knopfdruck schweben sie mit einem kleinen Propeller über das Schlachtfeld und suchen sich ein Ziel.

Autotür als Schutzschild

Angesichts der ganzen Hightech tut es fast gut, dass auch konventionelles Gerät zum Einsatz kommt: In einer Szene reißt der Spieler bei einem herumstehenden Auto die Wagentür ab und verwendet sie ganz altmodisch als Kugelfang. Das hilft allerdings wenig später auch nichts, als sich ein herumstehendes Transportvehikel als Falle entpuppt, aus dem massenhaft kleine Drohnen fliegen und angreifen. Dass wenig später die gesamte Brücke zusammenstürzt und die riesigen Stahlseile mit lautem Krachen bersten, dürfte keine allzu große Überraschung sein.

Der zweite auf der E3 präsentierte Einsatz war da schon deutlich ruhiger: Gemeinsam mit einem kleinen Team kämpfte sich der Spieler durch ein Sumpfgebiet. Sobald Feinde in der Nähe waren, aktivierten die Soldaten eine Tarnvorrichtung, mit der sie sich an Gegner anschleichen und sie dann ohne allzu große Gefahr etwa von hinten ausschalten konnten.

In diesem Einsatz war noch mehr hochmodernes Gerät zu sehen. Neben riesigen Stahlrüstungen für Fußsoldaten etwa auch eine Maschine, mit der die Tarnvorrichtung der Angreifer deaktiviert werden konnte - was der Sache eine gewisse taktische Note verlieh und nebenbei zeigte, dass das Wettrüsten natürlich in der Zukunft unvermindert weitergehen dürfte. Ein weiterer Hightech-Gegenstand war übrigens eine Vorrichtung, die im Umkreis von ein paar Metern Gegen-Schallwellen erzeugt. Damit lassen sich etwa Türen ohne allzu viel Lärm aufsprengen.

Der Rest des zweiten Einsatzes stand in einem Biolabor an, das vom Team des Spielers sabotiert wurde - merkwürdigerweise, ohne dass sich dabei jemand allzu weitgehende Gedanken um möglicherweise gefährliche Stoffe aus der Forschungsabteilung machte.

Die vorgeführten Szenen haben gezeigt, dass Advanced Warfare mit seinem Fokus auf noch fortschrittlichere Kampfgeräte einige spielerisch interessante Ideen bietet. Die Grafik wirkt im Vergleich mit dem letztjährigen Ghosts deutlich verbessert, was insbesondere bei den fantastisch aussehenden Gesichtern der Protagonisten auffällt. Die Kampagne folgt diesmal ausschließlich einem einzigen Soldaten - ob sie damit verständlicher und spannender als die Handlungen der bisherigen Serienteile wird, muss sich natürlich erst noch zeigen.

Call of Duty: Advanced Warfare soll am 4. November 2014 für Windows-PC, Xbox 360 und One sowie Playstation 3 und 4 erscheinen. Zu den Multiplayermodi will sich das Unternehmen später ausführlich äußern.  (ps)


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