Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/internet-of-things-angriffe-auf-den-haushalt-1406-107172.html    Veröffentlicht: 13.06.2014 11:27    Kurz-URL: https://glm.io/107172

Internet of Things

Angriffe auf den Haushalt

Die zunehmende Verbreitung von vernetzten Geräten eröffnet völlig neue Angriffsvektoren im Haushalt - von der Brandgefahr durch ferngesteuerte Bügeleisen bis hin zu gekaperten Toiletten.

Auch Haushaltsgeräte, bei denen man es am wenigsten erwarten würde, sollen künftig vernetzt und ferngesteuert werden. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner sollen bis 2020 etwa 26 Milliarden Geräte weltweit mit Bluetooth, WLAN oder sonstigen Netzwerkverbindungen ausgestattet werden. Gegenwärtig seien es immerhin schon 3 Milliarden Geräte. Das seien viermal so viele wie Smartphones, Tablets und PCs zusammen.

Dadurch steigt aber die Gefahr der Angriffe, die teils gefährlich sind. Über das Netzwerk verbundene Bügeleisen könnten beispielsweise von Angreifern aktiviert werden und damit einen Brand auslösen, wenn der Besitzer nicht zu Hause ist. Ganz abgesehen davon, dass aktivierte Waschmaschinen, Kühlschränke oder Herde die Stromrechnungen in die Höhe treiben können. Kürzlich hatte Belkin Lücken in seiner Heimautomatisierungslösung Wemo schließen müssen.

Gehackte Toiletten

Meist würden Angreifer aber erst aktiv, wenn sie daraus finanzielles Kapital schlagen könnten, sagte Sebastian Zimmerman vom CCC Bloomberg. Als Beispiel nannte Zimmerman Smartphones. Erst als von dort Onlinebanking betrieben worden sei, sei die Anzahl der Angriffe auf mobile Geräte stark angestiegen.

Dennoch könnten auch Witzbolde versuchen, Schwachstellen in solchen Geräten auszunutzen. Kürzlich hatten Sicherheitsexperten der Firma Trustwave entdeckt, dass die Android-App für die Steuerung der Toilettenschüssel Satis der Firma Laxis eine Schwachstelle hatte. Über die Bluetooth-Verbindung lässt sich die Toilette spülen, der Deckel öffnen und schließen, das Bidet aktivieren oder der Duftsprüher einschalten. Auf Dauer könnte das Betätigen dieser Funktionen die Strom- und Wasserrechnung in die Höhe treiben, mahnt Trustwave.  (jt)


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