Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/benchmark-3dmark-sky-diver-mit-vier-neuen-tests-ist-fertig-1406-107117.html    Veröffentlicht: 11.06.2014 15:44    Kurz-URL: https://glm.io/107117

Benchmark

3DMark Sky Diver mit vier neuen Tests ist fertig

Die neue Version des 3DMark für Windows steht zum Download bereit. Die Szene "Sky Diver" wird für vier Tests in einer Gebirgsumgebung genutzt - nicht nur für einen Wingsuit-Flug. Mit Nvidia-GPUs sollte man vorerst einen älteren Treiber verwenden.

Wie bereits angekündigt, hat Futuremark den im Februar 2013 erschienenen 3DMark für Windows um eine neue Szene erweitert. Sie heißt "Sky Diver", und anders als durch den Trailer angedeutet, handelt es sich nicht nur um einen in Echtzeit berechneten Wingsuit-Flug. Vielmehr gibt es wie bei der weiterhin anspruchsvollsten Szene "Fire Strike" vier verschiedene Tests plus einem Demo mit Sound.

Sky Diver ist dabei nicht ganz so fordernd und mit weniger Details versehen, weil die Szene für Desktop-PCs der Mittelklasse und Notebooks vorgesehen ist. Futuremark empfiehlt für besser vergleichbare Ergebnisse, Sky Diver für Systeme zu verwenden, die weniger als 2.800 Punkte in Fire Strike erreichen, und umgekehrt, ab 12.000 Punkten in Sky Diver Fire Strike zu verwenden.

Trotz insgesamt weniger komplexer Beleuchtung ist die Optik von Sky Diver gelungen. Das zeigt sich schon beim "Graphics Test 1", der einen langsamen Flug durch eine realitätsnahe Schlucht zeigt. Die Felsen werden dabei durch Tesselation verfeinert, diese Funktion ist auch der Schwerpunkt des Tests. "Graphics Test 2" fordert die allgemeinen Rechenwerke einer GPU mit viel Pixel-Processing, dabei wird ein Gang durch eine Höhle unter anderem von Objekten beleuchtet, die an die früher schon von Futuremark verwendeten Glühwürmchen erinnern.

Zum Einsatz kommt jedoch eine für den Benchmark neue Technik des "Forward Lighting", das mit Shader-Programmen erzeugt wird. Sowohl punktförmige, gerichtete, wie diffuse Lichtquellen gibt es. Für alle Tests werden alle verfügbaren CPU-Kerne genutzt, einer bleibt stets für den Grafiktreiber frei.



Neue Engine mit Forward Lighting

Das gilt auch für den "Physics Test", der im Stile der Indiana-Jones-Filme einen Gang mit Pendeln zeigt, die vielen bewegten Objekte fordern vor allem den Hauptprozessor und weniger die GPU. Der vierte Abschnitt bei einem vollen Durchlauf ist wie bei Fire Strike der "Combined Test", der CPU wie GPU fordert. Mit der gleichen Engine wie der zweite Grafiktest stellt er die auch dort genutzte Höhle dar, aber mit bewegten Objekten und einer Spielfigur. Deren Animation erinnert an die Schwertkämpferin aus Fire Strike.

Wie stets bei einem 3DMark unter Windows arbeitet auch die neue Szene nur mit Standardfunktionen von DirectX, reizt diese jetzt aber unter anderem durch bisher selten genutzte Texturformate weitgehend aus. Dabei trat ein Bug in den aktuellen Grafiktreibern von Nvidia zutage, der bei Sky Diver einen schwarzen Bildschirm hervorrufen kann. Statt der aktuellen WHQL-Treiber in Version 337.88 empfiehlt der Chiphersteller, die ältere Version 335.23 zu verwenden. In einigen Tagen soll auch eine neue Ausgabe der Treiber erscheinen, welche die aktuellen Optimierungen aufweisen, aber mit Sky Diver keine Fehler mehr hervorrufen.

Die Basic-Edition des 3DMark ist wie üblich kostenlos bei Futuremark zu haben, sie bietet aber kaum Einstellmöglichkeiten und keine detaillierte Auswertung. Die Advanced Edition kostet regulär 25 US-Dollar, derzeit ist sie aber bei Steam für 10 US-Dollar zu haben. Wie lange das so bleibt, verrät Futuremark nicht. Für Unternehmen, die auch Skript-Automatisierung und andere Funktionen benötigen, sind weiterhin für die Professional Edition 995 US-Dollar zu bezahlen.  (nie)


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